Bundesdigitalminister Wildberger hat einen Hackerangriff auf Geräte von Bundestagsabgeordneten und Regierungsmitgliedern bestätigt. Demnach meldete Apple, 'dass bestimmte Geräte gegebenenfalls kompromittiert wurden mit sogenannter Spyware'.
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat einen Hackerangriff auf Geräte von Bundestagsabgeordneten und Regierungsmitgliedern bestätigt. Wildberger sagte am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin", es handle sich um "eine Meldung von Apple, dass bestimmte Geräte gegebenenfalls kompromittiert wurden mit sogenannter Spyware". Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe schnell reagiert und alle Betroffenen schriftlich informiert. Konkretere Details nannte der Minister nicht.
Das ARD-Hauptstadtstudio berichtete unter Berufung auf das BSI-Schreiben, iPhones hätten seit Donnerstag eine Bedrohungsbenachrichtigung von Apple erhalten, wonach ein Angriff mit sogenannter Mercenary Spyware erkannt worden sei. "Über den konkreten Anlass und die Hintergründe der Benachrichtigungen liegen uns derzeit keine näheren Informationen vor", schreibt das BSI laut der ARD.
Apple bezeichne seine Bedrohungsbenachrichtigungen als sehr zuverlässige Warnungen, dass eine Person gezielt angegriffen wurde. Ob der Angriff erfolgreich war, gehe aus der Benachrichtigung nicht hervor. Das BSI empfahl Betroffenen laut ARD, "vorsorglich davon auszugehen, dass das Gerät kompromittiert sein kann".
Sogenannte Spyware kann heimlich Daten von infizierten Mobiltelefonen auslesen und in manchen Fällen unbemerkt Kamera und Mikrofon des jeweiligen Gerätes anschalten.
