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Die Karausche ist der Fisch des Jahres 2027. Das teilten der Deutsche Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Gesellschaft für Ichthyologie (GfI) am Montag gemeinsam in Berlin mit. Damit solle auf eine einst weit verbreitete und heute vielerorts gefährdete Fischart aufmerksam gemacht werden, hieß es.
Die Karausche zählt zur Familie der Karpfenfische. Kennzeichnend sind große Schuppen und eine außen gewölbte Rückenflosse. Die Grundfärbung variiert von goldbraun über messingfarben bis oliv, die Bauchseite ist heller abgesetzt. Die Körperlänge beträgt in der Regel 20 bis 35 Zentimeter.
Zur Laichzeit zwischen Mai und Juni legt die Karausche Eierin flachen, stark verkrauteten Uferzonen ab, was den Larven und Jungfischen gleichzeitig Deckung und Nahrung bietet. Bemerkenswert ist demnach die Toleranz der Karauschen gegenüber Sauerstoffmangel. Bei winterlichen Wassertemperaturen überstehen sie mehrere Monate in nahezu sauerstofffreiem Wasser.
Gerade diese Spezialisierung macht die Art den Naturschützern zufolge anfällig, denn die von ihr besiedelten Kleingewässer gehen in Mitteleuropa stark zurück. Teils verlanden sie oder werden entschlammt, teils werden die Uferzonen befestigt. Die Karausche steht auf der Roten Liste der Süßwasserfische und Neunaugen und gilt als stark gefährdet.
Der Fisch des Jahres wird seit 2023 in einer öffentlichen Online-Abstimmung gewählt. Unter den 8200 gültigen Stimmen entfielen 59,1 Prozent auf die Karausche. 24,8 Prozent stimmten für das Flussneunauge, 16,2 Prozent für den Nordseeschnäpel.