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Islamistisch inspirierten Anschlag geplant: Psychiatrie für Jugendlichen aus Hamburg

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Gerichtsverhandlung in Hamburg Bild: AFP

Wegen der Planung eines islamistisch inspirierten Anschlags ist ein 18-Jähriger in Hamburg von einem Gericht in eine Psychiatrie eingewiesen worden. Das Urteil erging laut Gericht unter anderem wegen 'der Vorbereitung einer terroristischen Straftat'.

Wegen der Planung eines islamistisch inspirierten Anschlags ist ein 18-Jähriger in Hamburg von einem Jugendschöffengericht in eine Psychiatrie eingewiesen worden. Das Urteil erging unter anderem wegen "der Vorbereitung einer terroristischen Straftat", wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Die Entscheidung vom Montag ist bereits rechtskräftig.

Laut Anklageschrift der Hamburger Generalstaatsanwaltschaft hatte der im Mai festgenommene Heranwachsende geplant, möglichst viele "Ungläubige" durch eine Sprengstoffexplosion, Molotowcocktails oder mit einem Messer zu töten. Als mögliche Anschlagsorte zog er demnach ein Einkaufszentrum, eine Bar oder eine Polizeiwache in der Hansestadt in Betracht. Ferner hatte er sich bereits ein Messer, Universaldünger, flüssigen Grillanzünder und eine Sturmhaube beschafft.

Laut Staatsanwaltschaft wurde der Beschuldigte schon vor Prozessbeginn von einem Gutachter vorläufig als erheblich vermindert schuldfähig eingestuft. Er ist demnach psychisch krank. Das Verfahren gegen den Beschuldigten begann Anfang Oktober und fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

"Inspiration" für die Anschlagspläne soll die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gewesen sein, wie es von der Anklagebehörde hieß. Dem Jugendlichen wurde auch vorgeworfen, auf einem Social-Media-Profil IS-Videos gepostet zu haben.

Das Urteil erging laut Gericht unter anderem auch wegen Terrorismusfinanzierung sowie weiterer Delikte - darunter Bedrohung sowie das Verbreiten von Kennzeichen eines mit einem Betätigungsverbot belegten Vereins in drei Fällen.

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