Der italienische Journalist und Mafia-Aufklärer Roberto Saviano hat die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp aufgefordert, sich deutlich zu ihrer Angst vor Aktivisten wie dem Hamas-Sympathisanten Ibrahim Ibrahim zu äußern.
Der italienische Journalist und Mafia-Aufklärer Roberto Saviano hat die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp aufgefordert, sich deutlich zu ihrer Angst vor Aktivisten wie dem Hamas-Sympathisanten Ibrahim Ibrahim zu äußern. Den Ratschlag formulierte der von der Mafia verfolgte Saviano am Donnerstag in einem Brief, den die Wochenzeitung "Die Zeit" veröffentlichte. Es sei furchtbar, die eigene Familie im Fadenkreuz zu wissen. Der einzige Schutz seien ausgesprochene Namen und der Staat an der Seite.
Der "Spiegel" hatte über einem internen Vermerk Eralps berichtet, wonach sie die Sicherheit ihrer Familie in Gefahr sehe, wenn sie sich explizit zu einem bekannten Palästina-Aktivisten äußere. Diese Äußerung soll sich auf Ibrahim bezogen haben. Die Anwärterin auf den Berliner Bürgermeisterposten mache sich durch ihr Schweigen und Angst politisch erpressbar, sagte Saviano.
Über die Haltung zu dem Hamas-Sympathisanten sagte der Journalist zudem, wenn Eralp ihn nicht für unschuldig halte, müsse sie auch sagen, dass sie nichts mit ihm zu tun haben wolle. "Weder das eine noch das andere würde Ihrem Einsatz für die Rechte der Palästinenser den geringsten Abbruch tun - ihr Schweigen schon."
