Tschechien

Neue Bombendrohungen gegen Flüge in Europa

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Flugzeug am Flughafen von Prag Bild: AFP

Die Serie falscher Bombendrohungen gegen europäische Fluglinien hat sich heute fortgesetzt. Betroffen waren nach Angaben von Flughäfen und Behörden mindestens neun Flüge von und nach Prag.

Die Serie falscher Bombendrohungen gegen europäische Fluglinien hat sich am Freitag fortgesetzt. Betroffen waren nach Angaben von Flughäfen und Behörden mindestens neun Flüge von und nach Prag, zwei Flüge in die bulgarische Hauptstadt Sofia aus London und Brüssel sowie ein Flug von Lissabon nach Rom. Vier Flüge landeten wegen Bombendrohungen außerplanmäßig in Frankreich. Die Maschinen würden derzeit überprüft, teilte die französische Regierung mit.

"Es wurden Ermittlungen aufgenommen, um die Herkunft der Drohungen auszumachen, die ganz Europa betreffen", erklärte das Amt des Premierministers. Drei der betroffenen Flugzeuge seien in Paris Orly gelandet, eines in Bordeaux, hieß es in informierten Kreisen. In keinem der betroffenen Flugzeuge wurde ein Sprengsatz gefunden. 

Bislang ist unklar, wer hinter den Drohungen steckt. Die Flughäfen in Rom und Sofia erhielten Bekennerschreiben, in denen von "Kämpfern des Männerstaats" die Rede ist, eine rechtsextreme Gruppierung aus Russland. Ein Zusammenhang ließ sich bisher jedoch nicht belegen. 

In Europa hatte es zuletzt mehrere sogenannte hybride Angriffe gegeben, die teilweise Russland oder dem Iran zugeschrieben wurden. EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas erklärte am Donnerstag, es sei "zu früh, um Rückschlüsse auf einen möglichen Zusammenhang" zwischen den Bombendrohungen zu ziehen. Die Ermittlungen in den betroffenen Ländern dauerten an.

In den vergangenen Tagen hatte es Dutzende von Bombendrohungen gegen Flugzeuge gegeben, die sich jedoch alle als unbegründet herausstellten. In mehreren Fällen wurden Flugzeuge umgeleitet oder von Militärmaschinen begleitet. 

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