Gesundheit

Mit Google Informationen über verschiedene Krankheiten recherchieren

Das Internet hat uns viele Dinge gebracht, darunter auch schnellen und einfacheren Zugang zu medizinischen Informationen zu Symptomen, Ursachen und Behandlungen für eine Vielzahl von Gesundheitsbeschwerden. Aber ist das wirklich eine gute Sache?

Das Internet wird auch dazu benutzt, um nach medizinischen Informationen zu recherchieren

29% der Deutschen geben zu, dass sie in der Vergangenheit Symptome gegoogelt haben und zu einer Selbstdiagnose kamen, die schlimmer war als die eigentliche Diagnose beim Arzt. Sollten wir also auf Dr. Google bei der medizinischen Diagnose vertrauen, wenn wir neue Symptome entdecken, die uns Sorgen bereiten? Das ist der Grund weshalb der endgültige Besuch beim Arzt in den meisten Fällen für eine Aufklärung sorgt: Es ist einfach sicherer für die Patienten sich an medizinische Spezialisten zu wenden, wenn man Krankheitssymptome hat. Doch immer mehr Menschen vertrauen eher den Bewertungen und Informationen die sie im Internet finden, statt sich bei einem Arzt medizinische und professionelle Hilfe einzuholen. Diese Aktionen können ein großes Risiko für die Patienten darstellen und es ist daher wichtig Sie zu ermutigen auf die medizinische Google-Suche zu verzichten und sich direkt an einen Arzt zu wenden.

Die meistgesuchten Krankheitssymptome, die im Internet recherchiert werden

Google ermöglicht es, Informationen zu den meistgesuchten Krankheitssymptome nachzuschlagen und somit Ergebnisse in Sekundenschnelle zu finden. Häufig wird nach verschiedenen Krankheitssymptomen gesucht um eine Selbstdiagnose zu stellen, was Google zu dem Spitznamen "Dr. Google" geführt hat. Dieser Begriff wurde zum Symbol der allgemeinen medizinischen Recherche im Internet, die durch Menschen durchgeführt wird, die keine ausreichenden medizinischen Kenntnisse vorweisen können.

Vergleicht man die 10 Symptome, die weltweit am häufigsten gesucht werden, sucht man in Deutschland weniger nach Begriffen wie “Schlaflosigkeit”, sondern sorgt sich eher um „Schmerzen im Knie“ und „Blasen an den Füßen“. Das Suchwort „Schmerzen im Knie“ ist ebenfalls von Interesse in Länder wie den USA (165.000 monatliche Suchanfragen), dem Vereinigten Königreich (49.500), der Türkei (14.800) und Polen (12.100).

Obwohl es verlockend ist, seine eigenen Gesundheitsfragen selbst zu erforschen, haben Ärzte Bedenken über die unzuverlässigen Informationen im Internet geäußert. Hier finden Sie eine Liste der meistgesuchten Krankheitssymptomen der Welt (Quelle: Lenstore):



Symptom

Anzahl der monatlichen Suchanfragen

Durchfall

1.088.970

Panikattacken

893.660

Schwindelgefühl

745.600

Migräne

713.430

Schlaflosigkeit

662.410

Halsschmerzen

616.980

Verstopfung

601.360

Kopfschmerzen

507.460

Fieber

486.510

Sodbrennen

456.490

Zuckungen

346.960



Online-Bewertungen von Medizinern

Google hat es den Verbrauchern auch ermöglicht, Google Bewertungen von Ärzten aufzurufen. Relevante Umfragen ergaben, dass 88 Prozent der Patienten online gehen, um Bewertungen über einen Arzt zu lesen, der ihnen zuvor im Bekanntenkreis vorgeschlagen wurde. Solche Maßnahmen bringen selbstverständlich auch Risiken mit sich, da es absolut von Notwendigkeit ist, dass medizinische Untersuchungen ausschließlich von ärztlichem Fachpersonal durchgeführt werden sollte.

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