Recht

Wenn die Abo-Falle zuschnappt

  • Steve Schmit/wid
  • In LIFESTYLE
  • 30. August 2016, 15:38 Uhr

Der Albtraum aller Handynutzer: ungewollte Abonnements. So unbeliebt und aufdringlich haben sich die Maschen der Anbieter ins Bewusstsein gebrannt, dass allgemein von der 'Abo-Falle' gesprochen wird.


Der Albtraum aller Handynutzer: ungewollte Abonnements. So unbeliebt und aufdringlich haben sich die Maschen der Anbieter ins Bewusstsein gebrannt, dass allgemein von der "Abo-Falle" gesprochen wird. Was aber steckt dahinter? Ein attraktives und vermeintlich harmloses Angebot eines Downloads verführt den Nutzer zum verdeckten Abschluss eines zahlungspflichtigen Abonnements.

Vor einigen Jahren wurden die Abos noch Zuschauer-wirksam in lauten TV-Werbungen angepriesen. Vor allem als gerade populärer Klingelton getarnt, schnappte so manche Abo-Falle brutal zu und verpflichtete die häufig jungen Opfer zu langen Zahlungen eines angeblich abonnierten Dienstes. Heute setzen die Anbieter auf Werbung, die in Apps auftaucht. Mitunter reicht schon das Antippen eines Werbe-Banners, damit unverhofft wöchentliche oder monatliche Gebühren eingefordert werden. In der Regel berechnen die Anbieter zwischen 3 und 60 Euro im Monat, so ARAG-Experten.

Rechtlich wasserdicht ist ein derart geschlossener Vertrag nur dann, wenn der Kunde vorher über die Kostenpflichtigkeit des Dienstes informiert wird. Enthält das angetippte Banner keine Informationen über Kosten und genauen Vertragsinhalt, so ist dieser Vertrag unwirksam, erklären die ARAG-Experten. Für Betroffene, denen dann doch mal ein Vertrag aufgehalst wird, geben die Experten einige Ratschläge, was zu tun ist.

Opfer sollten unbedingt schriftlichen Widerspruch einlegen. Vorsorglich sollten sie den Vertrag auch zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen. Auch der Mobilfunkanbieter sollte informiert werden, weil oft über diesen abgerechnet wird. Dabei ist dem Anbieter mitzuteilen, welcher Teil der Rechnung strittig ist. Auch ist es möglich, eine erteilte Einzugsermächtigung zu widerrufen und die Daten des Abo-Anbieters über den Mobilfunkanbieter zu erfahren.

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