Sport

Wenn Hobby-Radler Jan Ullrich spielen

  • Thomas Schneider/wid
  • In LIFESTYLE
  • 2. September 2016, 11:50 Uhr

Wenn Freizeitradler auf der Straße Tour de France spielen und wie die Profis im Pulk fahren, um Kräfte zu sparen, riskieren sie damit nicht nur ihre Gesundheit. Durch das üblicherweise sehr nahe Auffahren auf den Vordermann besteht die Gefahr, dass Radler bei einem Zusammenstoß nicht wie sonst üblich Anspruch auf Schadensersatz vom Unfallgegner haben.


Wenn Freizeitradler auf der Straße Tour de France spielen und wie die Profis im Pulk fahren, um Kräfte zu sparen, riskieren sie damit nicht nur ihre Gesundheit. Durch das üblicherweise sehr nahe Auffahren auf den Vordermann besteht die Gefahr, dass Radler bei einem Zusammenstoß nicht wie sonst üblich Anspruch auf Schadensersatz vom Unfallgegner haben. Das ist laut Experten der ARAG-Versicherung immer dann der Fall, wenn der übliche Mindestabstand zum nächsten Fahrer von etwa einem Meter unterschritten wird und bei der Fahrt "sportlicher Charakter und Ehrgeiz im Vordergrund stehen".

In einem vor dem Amtsgericht Nordhorn verhandelten Fall (Az.: 3 C 219/15) war ein Radler während einer Trainingsfahrt im Pulk mit 30 km/h über einen am Boden liegenden Fahrer gestürzt. Daraufhin verlangte er von diesem knapp 1.700 Euro Schadenersatz, weil der Kollege ihn seines Erachtens zum Sturz gebracht hatte. Ohne Erfolg, die Richter lehnten jede Entschädigung ab. Im öffentlichen Straßenverkehr Jan Ullrich zu spielen, birgt also ein hohes Risiko.

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