Jede Menge Ärger, erhebliche Kosten und Zeitverschwendung: Wer beim Umzug nur auf den vermeintlich günstigen Preis schaut und einige Vorsichtsmaßnahmen außer Acht lässt, kann ordentlich draufzahlen.
Jede Menge Ärger, erhebliche Kosten und Zeitverschwendung: Wer beim Umzug nur auf den vermeintlich günstigen Preis schaut und einige Vorsichtsmaßnahmen außer Acht lässt, kann ordentlich draufzahlen. Darauf weist der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) aus aktuellem Anlass hin.
Vor dem Essener Landgericht sind 16 Personen wegen Betrugs, Erpressung, Steuerhinterziehung und Unterschlagung im Zusammenhang mit Umzügen angeklagt. Ihr Trick: Sie haben ihre späteren Opfer mit Billigangeboten geködert. Doch vor dem Entladen des Umzugsgutes stellten sie horrende finanzielle Nachforderungen. AMÖ-Chef Dierk Hochgesang: "Wir hoffen, dass die Betrüger ihrer gerechten Strafe zugeführt werden. Dass sie sich vor allem alte Menschen als Opfer ausgesucht haben, ist besonders niederträchtig."
Laut der Umzugs-Spezialisten gibt es drei akute Warnsignale für Betrug und Pfusch beim Umzug. So sollten Kunden die Finger von Angeboten lassen, bei denen eine Überschlagsrechnung bei den nötigen Arbeitsstunden einen Stundenlohn von unter rund neun Euro ergebe. Vorsicht sei auch bei Werbezetteln mit Handynummer ohne Adresse, bei Preisen ohne Mehrwertsteuer und bei Umzugsverträgen ohne Adressdaten und ohne Geschäfts- und Haftungsbedingungen angebracht. Und bei einem Umzug ohne vorherige Besichtigung und dem Vertragspassus, dass die Umziehenden bei Umzugsschäden haften oder dafür zahlen sollen.
Dierk Hochgesang: "Schauen Sie sich vorher genau an, mit wem Sie den Umzug machen, schließlich vertrauen Sie diesen Personen Ihr gesamtes Hab und Gut an. Achten Sie beim Umzugsvertrag darauf, was Sie unterschreiben. Der billigste Umzug kann zum Schluss der teuerste werden."