Die deutschen und europäischen Autobauer sind in Sachen E-Mobilität auf einer gewaltigen Aufholjagd, die jetzt auch den wichtigsten Rohstoff für Antriebsbatterien erreicht hat: Lithium könnte bald schon von dem deutsch-kanadischen Unternehmen Rock Tech Lithium an die deutschen Automobilwerke geliefert werden – abgebaut in Kanada, aber veredelt in Sachsen-Anhalt oder Brandenburg.
Das mit einer geplanten Kapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid vorgesehene deutsche Konverter-Projekt soll 2023 den Betrieb aufnehmen. Der entstehende Konverter für Lithiumhydroxid wird mit einem neuartigen Verfahren arbeiten, dass von Rock Tech Lithium zum Patent angemeldet wurde. Erste positive Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie sind bereits vorgestellt worden. Jährlich könnte der Rohstoff für Energieträger für bis zu 500.000 Autos von Rock Tech an deutsche und europäische Werke geliefert werden.
Lithium-Produktion: Bislang wenig nachhaltig
Drei Viertel der batteriefähigen Lithium-Verbindungen werden gegenwärtig in China produziert, dort wird der meist in Australien oder Südamerika abgebaute Rohstoff aufbereitet. Abgesehen von den weiten Transportwegen, bis der Rohstoff einen europäischen Batteriezellenhersteller erreichen würde, sind an vielen Orten auch die Abbaubedingungen wenig umweltfreundlich: So müssen in Südamerika gewaltige Wassermengen eingesetzt werden, um das begehrte Metall aus Salzkrusten heraus zu spülen. Eigenen Angaben nach arbeitet Rock Tech Lithium wesentlich umweltschonender. Rock Tech baut das Lithium in der unternehmenseigenen Mine in Kanada aus Gestein ab, in dem die Konzentration des Rohstoffs höher sein soll als in den Salzwüsten Südamerikas. Ein Plan für die Aufforstung an dem noch fernen Zeitpunkt, an dem die Schürfgebiete erschöpft sind, existiert ebenfalls.
Lithium-Konverter als Meilenstein für Europas industrielle Unabhängigkeit?
Gründe für die Förderung sogenannter Lithium-Konverter innerhalb Europas durch die EU dürften folgende sein: Deutlich kürzere Transportketten und eine größere Unabhängigkeit von globalen Warenketten, die durch äußere (Umwelt-)Einflüsse beeinträchtigt werden können. Die im vergangenen Jahr gegründete europäische Rohstoffallianz, die laut EU-Kommissar Thierry Breton die „Abhängigkeit Europas bei der Beschaffung von Seltenen Erden und Magneten aus Drittländern reduzieren soll“ fördert und unterstützt dieses Vorhaben. Rock Tech Lithium ist selbst der Allianz im vergangenen Jahr beigetreten.
Die Nachfrage nach Lithium wird weiter stark steigen
„Ich rechne bereits Ende dieses Jahres mit Engpässen – insbesondere für die deutsche und europäische Autoindustrie. Lithium ist eine strategisch wichtige Ressource für mehrere Wirtschaftsbereiche“ so Rock Tech Chairman Dirk Harbecke. Der Bau des ersten Lithium-Konverters in Europa wäre somit nicht nur für Rock Tech selbst ein wichtiger Schritt – bereits in Planung sind auch länderübergreifende Forschungsprojekte, um die Technologie innerhalb Europas immer weiter zu entwickeln. Der bekannte Investor Peter Thiel ist von der Kompetenz des deutsch-kanadischen Unternehmens bereits überzeugt und kaufte 5 Prozent der Anteile – mit der Option weitere 5 Prozent zu erwerben.
STARTSEITE