Technologie

Inkognito mit dem Laptop unterwegs

  • Lars Wallerang/cid
  • In TECHNOLOGIE
  • 6. Juli 2018, 09:25 Uhr

Geschäftsreisende klappen schnell mal den Laptop auf - in aller Öffentlichkeit. Der Bildschirm ist vor neugierigen Blicken selten geschützt. Dabei gibt es pfiffige Erfindungen gegen unerwünschtes Mitlesen.


Geschäftsreisende klappen schnell mal den Laptop auf - in aller Öffentlichkeit. Der Bildschirm ist vor neugierigen Blicken selten geschützt. Dabei gibt es pfiffige Erfindungen gegen unerwünschtes Mitlesen. Beispielsweise verhindert der Blickschutzfilter des Technologiekonzerns 3M, dass die Informationen von Unbefugten ausgespäht werden.

Die seit Ende Mai wirksame EU-Datenschutzgrundverordnung hat Unternehmen weiter dafür sensibilisiert, viel Energie in die Absicherung vertraulicher Informationen zu investieren. Dennoch stellt das sogenannte Visual Hacking, also das Ausspähen von Daten, unverändert eine latente Gefahr dar. Im "Global Visual Hacking Experiment" des Ponemon Instituts, gefördert von 3M, gelang der Datenklau bei 88 Prozent der in Deutschland simulierten Angriffe. Gerade bei Geschäftsreisen und der Nutzung der mobilen Rechner in Flughäfen, Verkehrsmitteln oder in einem Café ist das Risiko des Ausspähens besonders hoch.

Bemerkenswert: Fast jede fünfte Datenschutzverletzung (18 Prozent) im Laufe der Studie betraf sensible Informationen wie Login-Daten, Anwaltskorrespondenz, vertrauliche Dokumente oder Finanzinformationen.

Schutzmaßnahmen gegen visuelles Hacken wie die Verwendung von Blickschutzfiltern hingegen schaffen Abhilfe. Der hauchdünne Schutz aus Kunststoff wird mit kleinen Klebelaschen auf dem mobilen Rechner befestigt und verhindert das unerwünschte Mitlesen. Bereits bei einem Winkel von 30 Grad schützt der Filter vor dem unerlaubten Blick über die Schulter, der Nutzer hingegen sieht ein vollkommen klares Bild - praktisch etwa bei Bahn- oder Flugreisen.

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