Gewerkschaften

Abfindungen vereinbart: Streit um Kündigungen bei Tiktok Berlin beendet

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Nach mehreren Warnstreiks bei der Videoplattform Tiktok in Berlin ist die Auseinandersetzung um die Kündigung mehrerer Beschäftigter laut der Gewerkschaft Verdi beendet. Geschäftsführung und Betriebsrat einigten sich auf Abfindungen in Höhe von mindestens 17.000 Euro, die abhängig von der Betriebszugehörigkeitsdauer und der Zahl der Kinder höher ausfallen kann, wie Verdi am Freitag mitteilte. Für die meisten Beschäftigten hätten "deutlich bessere finanzielle Bedingungen durchgesetzt werden" können. 

Die Kündigungen wurden in der vergangenen Woche zugestellt, wie die Gewerkschaft mitteilte. Tiktok will die Moderation von Inhalten künftig durch KI ausführen lassen oder an Drittanbieter auslagern. 

Die Gewerkschaft hatte für jeden von Kündigung betroffenen Beschäftigten eine Abfindungszahlung in Höhe von drei Jahresgehältern und eine Verlängerung der Kündigungsfrist um zwölf Monate gefordert. Sie erklärte am Freitag, die Beschäftigten bei Tiktok hätten bewiesen, "dass auch Social-Media-Plattformen bestreikt werden können". 

Die internationale Resonanz auf den Streik zeige, dass der Konflikt "weit" über Tiktok hinausweise: "Es geht um die Machtverhältnisse in der digitalen Welt", erklärte Verdi. Es brauche "endlich" politische Maßnahmen, "die die Konzentration wirtschaftlicher und politischer Macht in den Händen weniger Plattformen stoppen". Diese Konzentration bedrohe Demokratie und Arbeitsrechte gleichermaßen.


ilo /pw

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