Bei einem Schusswaffenvorfall während eines Familientreffens im US-Bundesstaat Kalifornien sind laut Polizei vier Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich in einem Festsaal in Stockton.
Bei einem Schusswaffenvorfall während eines Familientreffens im US-Bundesstaat Kalifornien sind nach Angaben der Polizei vier Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am Samstag kurz vor 18.00 Uhr Ortszeit in einem Festsaal in Stockton nordöstlich von San Francisco, wie die Sprecherin des Bezirkssheriffs von San Joaquin, Heather Brent, mitteilte.
Die Opfer, bei denen es sich um Jugendliche und Erwachsene handele, seien in örtliche Krankenhäuser gebracht worden. "Was wir bislang wissen ist, dass eine Familie in einem Festsaal gefeiert hat. Es gibt 14 Opfer des Schusswaffenvorfalls, von denen vier gestorben sind", sagte Brent. Erste Hinweise deuteten darauf hin, dass es sich um einen "gezielten Vorfall" handeln könne, fügte sie hinzu. Die Ermittler prüften derzeit alle Möglichkeiten.
Das Büro des Sheriffs teilte in Online-Medien mit, dass die Ermittler "daran arbeiten, die Umstände zu klären, die zu dieser Tragödie geführt haben". Es rief dazu auf, Informationen, Videoaufnahmen oder Beobachtungen umgehend an das Büro des Bezirkssheriffs weiterzugeben.
Bislang sei kein Tatverdächtiger identifiziert worden. Das Büro von Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom erklärte, er sei über die Lage informiert worden.
Nach Angaben der Aktivistengruppe Gun Violence Archive erhöht sich mit diesem Angriff die Zahl der Schusswaffenvorfälle mit vier oder mehr Opfern landesweit auf 504 in diesem Jahr.
Waffengewalt ist ein alltägliches Problem in den USA, wo es mehr Schusswaffen als Einwohner gibt. Alle Versuche, das Waffenrecht zu verschärfen, scheiterten bisher an massivem politischen Widerstand insbesondere im rechten Lager und unter anderem der Waffenlobby. Dabei wird auf das in der Verfassung verbriefte Recht jedes US-Bürgers zum Besitz und Tragen einer Waffe verwiesen.
