Bei verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen nach heftigem Monsunregen sind in Indonesien und Thailand mehr als 600 Menschen ums Leben gekommen. In Indonesien stieg die Zahl der Todesopfer laut Katastrophenschutzbehörde am Sonntag auf 442.
Bei verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen nach tagelang anhaltendem Monsunregen sind in Indonesien und Thailand mehr als 600 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Katastrophenschutzbehörde in Indonesien am Sonntag mitteilte, stieg die Zahl der Todesopfer in dem südostasiatischen Land auf 442. Mindestens 646 Menschen wurden verletzt, 402 Menschen galten als vermisst. Besonders schwer getroffen wurde die Insel Sumatra.
Mindestens zwei Städte auf Sumatra waren am Sonntag noch immer nicht erreichbar. Der Chef der Katastrophenschutzbehörde Suharyanto kündigte die Entsendung von zwei Kriegsschiffen mit Hilfsgütern an, um die von der Versorgung abgeschnittenen Städte Central Tapanuli und Sibolga zu erreichen. Die Schiffe würden voraussichtlich am Montag in Sibolga eintreffen, sagte er.
In Orten rund 100 Kilometer von West-Sumatras Hauptstadt Padang entfernt war das Hochwasser am Sonntag größtenteils zurückgegangen. Häuser, Autos und Felder waren jedoch mit einer dicken Schlammschicht überzogen. Auf der anderen Seite der Insel wurde ein Sumatra-Elefant, eine akut vom Aussterben bedrohte Tierart, unter Schlammmassen und Trümmern begraben.
Auch in Thailand und Malaysia richteten Überschwemmungen verheerende Schäden an. In der südlichen Provinz Songhkla in Thailand kamen mindestens 162 Menschen ums Leben. Zwei lokale Beamte wurden wegen mutmaßlicher Versäumnisse suspendiert.
In Malaysia starben mindestens zwei Menschen infolge der Überschwemmungen, die weite Teile des nördlichen Bundesstaates Perlis unter Wasser gesetzt hatten.
Zwischen Juni und September gibt es in weiten Teilen Südostasiens während der Monsunsaison regelmäßig heftige Regenfälle. Experten zufolge führt der menschengemachte Klimawandel jedoch weltweit zu häufigeren und heftigeren Extremwetterereignissen.
