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Vier Tote und erheblicher Schaden durch Unwetter in Portugal

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Eingestürztes Wahlplakat in Lissabon Bild: AFP

In Portugal sind durch ein heftiges Unwetter in der Nacht zum Mittwoch mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Betroffen waren vor allem das Zentrum des Landes und die Region um die Hauptstadt Lissabon.

In Portugal sind durch ein heftiges Unwetter in der Nacht zum Mittwoch mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Wie der Zivilschutz mitteilte, wurde ein Mensch in Leiria im Zentrum des Landes tot unter den Trümmern eines Wohngebäudes gefunden, ein weiterer Mensch starb dort infolge eines Herzinfarkts auf einer Baustelle. Betroffen von dem heftigen Regen und starkem Wind waren vor allem das Zentrum Portugals und die Region um die Hauptstadt Lissabon.

Zuvor hatte der portugiesische Zivilschutz bereits zwei Todesopfer gemeldet. Ein Mensch starb demnach in einem Vorort von Lissabon, als sein Auto von einem Baum getroffen wurde. Ein weiterer Mensch sei "beim Einsturz einer Metallkonstruktion" in Monte Real im Zentrum des Landes ums Leben gekommen, hieß es weiter.

Zudem sei erheblicher Sachschaden entstanden, teilten die Rettungskräfte am Mittwoch mit. Rund 850.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Die Rettungsdienste rückten in der Nacht nach eigenen Angaben zu insgesamt 1500 Einsätzen aus. In Figueira da Foz an der zentralportugiesischen Atlantikküste brachte der Wind ein Riesenrad zum Einsturz.

Zahlreiche Straßen waren am Mittwoch gesperrt oder teilweise blockiert, darunter auch die wichtigste Autobahn des Landes, die Lissabon mit dem Norden des Landes verbindet. Auch der Zugverkehr war in mehreren Regionen beeinträchtigt. In einigen Gemeinden fiel der Schulunterricht.

Der Sturm "Kristin" war in der Nacht zum Mittwoch mit Windspitzen von bis zu 150 Kilometern über das Land gezogen. Es kam zu Überschwemmungen, Erdrutschen und blockierten Straßen durch umgeknickte Bäume. Wegen des Sturms entschieden die Behörden in mehreren Städten, die Schulen am Mittwoch geschlossen zu lassen.

Insgesamt rückten die Rettungskräfte nach Angaben des Zivilschutzes bis Mittag zu rund 3000 Einsätzen aus. Um das wahre Ausmaß der Schäden abzuschätzen, sei es noch zu früh.

"Kristin" setzte ihren Weg nach Osten fort und erreichte am Mittwochvormittag Spanien. Dort kam es in der Hauptstadt Madrid zu starkem Schneefall. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, möglichst zuhause zu bleiben. Auch für den Norden Portugals warnte der Zivilschutz vor möglichen Gefahren durch Regenfälle, insbesondere aufgrund des stark durchnässten Bodens.

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