Italien

Nach Rückruf von Babynahrung: EU-Behörde schlägt Richtwert für giftige Substanz vor

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Nach Rückrufen von Babymilch hat die EU-Lebensmittelbehörde Efsa einen Richtwert für die teils in Milchpulver nachgewiesene giftige Substanz Cereulid vorgeschlagen. Eine Konzentration von mehr als 0,054 Mikrogramm pro Liter in Säuglingsnahrung oder mehr als 0,1 Mikrogramm pro Liter in Folgenahrung "könnten zu einer Überschreitung der Sicherheitswerte führen", erklärte die Behörde mit Sitz in Rom am Montag. Die Wissenschaftler schlugen für Säuglinge eine zulässige Tageshöchstdosis von 0,014 Mikrogramm Cereulid pro Kilogramm Körpergewicht vor. 

Diese Empfehlung solle "Risikomanagern in der EU dabei helfen, zu entscheiden, wann Produkte als Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der öffentlichen Gesundheit vom Markt genommen werden sollten", erklärte Efsa weiter. Die Europäische Kommission hatte die Behörde dazu aufgefordert, Empfehlungen zu Cereulid in Kinderprodukten auszusprechen.

Cereulid ist ein Giftstoff bakteriellen Ursprungs, der Durchfall und Erbrechen verursachen kann. Der Schweizer Konzern Nestlé sowie Danone und Lactalis aus Frankreich riefen in den vergangenen Wochen Babymilchprodukte in mehr als 60 Ländern zurück - teils weil sie Cereulid enthielten, teils als Vorsichtsmaßnahme.

Das französische Landwirtschafts- und Ernährungsministerium hatte bereits am Freitag die dortigen Grenzwerte für Cereulid halbiert. Demnach sind nicht mehr wie bisher 0,03 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht zulässig, sondern höchstens 0,014 Mikrogramm. Dies deckt sich mit dem neuen europäischen Richtwert.

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