Unternehmen

Tarifverhandlungen in Chemie- und Pharmaindustrie ergebnislos vertagt

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Die Tarifverhandlungen für rund 585.000 Beschäftigte in der Chemie- und Pharmaindustrie sind ohne Ergebnis vertagt worden. Von einem Abschluss seien Arbeitgeberseite und Gewerkschaften noch weit entfernt, erklärte der Verhandlungsführer der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), Oliver Heinrich, am Mittwoch. Die Arbeitgeber legten der Gewerkschaft zufolge noch kein konkretes Angebot vor. Am 23. und 24. Februar sollen die Gespräche in Wiesbaden fortgesetzt worden. 

Die IGBCE fordert angesichts der Krise in der Chemiebranche eine Beschäftigungssicherung sowie eine Lohnsteigerung, die die Kaufkraft stärkt. Eine konkrete Zahl hat die Gewerkschaft nicht genannt. Die Arbeitgeber hatten eine Nullrunde gefordert.

Es gebe auf "absehbare Zeit keine Zuwächse, die wir verteilen können", erklärte der Verhandlungsführer des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC), Matthias Bürk. "Die Unternehmen brauchen jetzt eine tarifpolitische Atempause, damit sie sich so gut wie möglich neu aufstellen können. Machen wir Arbeit am Standort Deutschland noch teurer, verschärfen wir die Krise." Zur Forderung nach einer Beschäftigungssicherung erklärte Bürk, sichere Arbeitsplätze ließen sich nicht "verordnen".

IGBCE-Verhandlungsführer Heinrich erklärte, eine Nullrunde "wird es mit uns nicht geben". "Die Arbeitgeber müssen uns nicht länger erzählen, was alles nicht geht, sondern mit uns gemeinsam erarbeiten, was möglich ist", forderte er.Der aktuelle Tarifvertrag läuft am 28. Februar 2026 aus.

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