Mehr als zwei Jahre nach einem ersten Schlag gegen eine internationale Drogenhändlerbande hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main eine weitere Anklage gegen mutmaßliche Beteiligte erhoben.
Mehr als zwei Jahre nach einem ersten Schlag gegen eine internationale Drogenhändlerbande hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main eine weitere Anklage gegen mutmaßliche Beteiligte erhoben. Fünf Männern zwischen 38 und 58 Jahren wird unter anderem bandenmäßiger Drogenhandel mit Kokain vorgeworfen, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte.
Sie sollen von September 2023 bis Oktober 2024 in unterschiedlicher Besetzung am Handel mit 725 Kilogramm Kokain im Wert von mehr als 15 Millionen Euro beteiligt gewesen sein. Zwei von ihnen sollen zudem große Mengen Kokain nach Deutschland rein- und aus Deutschland herausgebracht haben. Alle fünf befinden sich in Untersuchungshaft.
Die Anklage steht im Zusammenhang mit einer Bande, die ab 2020 im Rhein-Main-Gebiet mit Kokain und Cannabis im Tonnenbereich handelte. Insgesamt habe der Wert über 25 Millionen Euro betragen. Die Gruppe soll ein Netzwerk von Kurierfahrern und Bunkern in Frankfurt betrieben haben. Die Fahrzeuge seien mit professionellen Schmuggelverstecken ausgestattet gewesen.
In dem Komplex gab es schon zahlreiche Verhaftungen, teils auch schon Prozesse und Urteile. Insgesamt 33 Menschen werden beschuldigt, Mitglieder oder Geschäftspartner der Gruppe gewesen zu sein. 17 davon wurden im In- und Ausland festgenommen.
Acht Mitglieder und zwei Geschäftspartner wurden bereits zu Haftstrafen von bis zu elfeinhalb Jahren verurteilt. In sieben Fällen sind die Verurteilungen bereits rechtskräftig. Weitere Beschuldigte befinden sich im Ausland in Haft und wurden dort zum Teil bereits rechtskräftig verurteilt.
