Frankreich

Renault schreibt Verlust wegen Problemen bei Nissan - dafür Erfolg bei E-Autos

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Logo von Renault Bild: AFP

Der französische Renault-Konzern hat im vergangenen Jahr wegen Problemen beim Partnerunternehmen Nissan einen Milliardenverlust gemacht. Erfreulich war jedoch der Absatz von E-Autos.

Der französische Renault-Konzern hat im vergangenen Jahr wegen Problemen beim Partnerunternehmen Nissan einen Milliardenverlust gemacht. Eine Neubewertung der Renault-Anteile an dem kriselnden Autobauer aus Japan führte unter dem Strich zu einem Jahresverlust von 10,9 Milliarden Euro, wie Renault am Donnerstag mitteilte. Erfreulich war jedoch der Absatz von E-Autos.

Der Umsatz des Konzerns legte den Angaben nach um drei Prozent auf 57,9 Milliarden Euro zu. Renault verkaufte 2,34 Millionen Autos - 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders Elektroautos verkauften sich gut, hier gab es einen Anstieg um 77 Prozent. Auch der Absatz von Autos mit Hybridantrieb stieg um 35 Prozent. "Wir setzen weiterhin auf Elektrofahrzeuge", sagte Konzernchef François Provost.

Allerdings sank die Gewinnmarge von Renault von 7,6 auf 6,3 Prozent. "Derzeit ist die Rentabilität von Elektroautos, die 14 Prozent des Umsatzes der Gruppe und 20 Prozent des Umsatzes der Marke Renault ausmachen, geringer als die von Verbrennungsmotoren", sagte Finanzchef Duncan Minto. "Die Herausforderung besteht darin, diese Rentabilität zu verbessern."

Für das nun angelaufene Jahr rechnet der Konzern aber erneut mit einer geringeren operativen Marge von etwa 5,5 Prozent. Nach einem guten Börsenstart am Donnerstagmorgen sackte die Renault-Aktie im Tagesverlauf deutlich ab. Gegen Mittag notierte sie mehr als fünf Prozent im Minus.

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