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Das Welternährungsprogramm (WFP) der UNO setzt im Kampf gegen den Hunger auch auf die Künstliche Intelligenz (KI). Vize-Direktor Carl Skau sagte der Nachrichtenagentur AFP in Neu Delhi, KI könne etwa bei der Optimierung von Lieferwegen, der Vorhersage von Ernteausfällen oder der Identifizierung der am stärksten gefährdeten Menschen helfen. WFP-Datenchef Magan Naidoo ergänzte, KI-Werkzeuge könne die Effizienz bei der Bereitstellung und Verteilung von Hilfsgütern um 30 bis 50 Prozent steigern.
Dies sei "in einer Zeit, in der die Mittel drastisch sinken, von entscheidender Bedeutung", sagte Naidoo. Skau beklagte, der weltweiten Krise der Ernährungssicherheit und den Schwierigkeiten beim Kampf dagegen werde "nicht genug Aufmerksamkeit" beigemessen. Die für das WFP bestimmten Gelder seien 2025 um etwa 40 Prozent gefallen, fuhr Skau fort. Das führe zu "brutaler Priorisierung".Â
In diesem Jahr werden laut WFP voraussichtlich 318 Millionen Menschen weltweit "mit einer kritischen oder noch schlimmeren Hungersituation konfrontiert sein" - das sind demnach etwa dreimal so viele wie noch vor fünf Jahren. Ursachen für den Anstieg sind etwa durch Kriege unterbrochene Lieferketten, höhere Kosten für Dünger und Treibstoff sowie geringere Ernten in vom Klimawandel besonders betroffenen Regionen.
Die Vertreter des WFP äußerten sich am Rande des KI-Gipfels in der indischen Hauptstadt Neu Delhi. Dort kommen in dieser Woche neben Unternehmensvertretern auch dutzende Staats- und Regierungschefs sowie Ministerdelegationen zusammen, um über die Chancen und Risiken durch KI zu sprechen.Â