Politik

Vier Jahre Ukraine-Krieg: Weimer weist auf große kulturelle Schäden hin

  • AFP
  • In POLITIK
  • 23. Februar 2026, 14:45 Uhr

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Zum vierten Jahrestag des Ukraine-Krieges hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) an die kulturellen Schäden in dem Land durch russische Angriffe erinnert. Der Krieg treffe vor allem die Menschen in der Ukraine, erklärte Weimer am Montag in Berlin. Er richte sich aber zugleich gezielt gegen ihre Kultur, ihre Geschichte und ihre Identität.

Seit nunmehr vier Jahren bringe der russische Angriffskrieg unermessliches Leid über die Menschen in der Ukraine, erklärte Weimer. Sie verlören ihre Angehörigen, ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlagen. "Gleichzeitig richtet sich der Angriff gezielt gegen das kulturelle Gedächtnis des Landes. Kultur ist Identität, Erinnerung und Zukunft zugleich. Wer Kultur zerstört, will ein Land auslöschen. Das werden wir nicht zulassen."

Der Kulturstaatsminister sprach den Ukrainerinnen und Ukrainern seine "tief empfundene Solidarität" aus. "Wir stehen weiter fest an der Seite des Landes und seiner Kultur." Nach Weimers Angaben hat die UN-Kulturorganisation Unesco seit Kriegsbeginn 519 Kulturstätten als beschädigt verifiziert, darunter 270 historische Bauwerke, 39 Museen, 33 Denkmäler und 19 Bibliotheken.

Weimer wies darauf hin, das der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) die ukrainische Kultur- und Medienszene mit einem breit angelegten Maßnahmenpaket unterstütze. Die Hilfsprogramme würden "akute Nothilfe mit langfristigen Perspektiven für den Wiederaufbau und die Resilienz von Kultur und Medien" schaffen.

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