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88-jähriger Berliner stirbt nach Betäubung bei Raub: Weitere Mittäterin verurteilt

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Justitiabrunnen in Frankfurt Bild: AFP

Drei Jahre nach dem Tod eines 88-jährigen Manns aus Berlin wegen einer Überdosis Beruhigungsmittel zur Begehung eines Raubes ist eine weitere Täterin verurteilt worden. Die mittlerweile 22-Jährige erhielt eine Jugendstrafe von vier Jahren.

Drei Jahre nach dem Tod eines 88-jährigen Manns aus Berlin wegen einer Überdosis Beruhigungsmittel zur Begehung eines Raubes ist eine weitere Täterin verurteilt worden. Die mittlerweile 22-jährige Angeklagte wurde wegen schweren Raubes mit Todesfolge zu einer Jugendstrafe von vier Jahren verurteilt, wie eine Gerichtssprecherin am Freitag mitteilte. Das Urteil fiel Ende Februar.

Laut Anklage war die damals Heranwachsende gemeinsam mit vier Frauen in der Wohnung des Opfers. Eine der Frauen mischte dem 88-Jährigen ein hoch dosiertes Beruhigungsmittel in sein Getränk, woraufhin er das Bewusstsein verlor. Daraufhin nahmen die Angeklagte und die anderen Frauen Bargeld, Uhren, Goldmünzen und Pelzmäntel an sich und flohen.

Der 88-Jährige kam in ein Krankenhaus, erholte sich zunächst etwas, starb aber sechs Wochen nach der Tat an einer Lungenentzündung. Die vier Mittäterinnen wurden im Mai 2025 zu Haftstrafen zwischen viereinhalb und elf Jahren verurteilt, unter anderem wegen schweren Raubes und Körperverletzung mit Todesfolge.

In der nun vor der einer Jugendkammer verhandelten Sache forderte die Staatsanwaltschaft eine Jugendstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten, die Nebenklage eine "angemessene und gerechte Bestrafung". Die Verteidigung plädierte auf eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren.

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