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Dax lässt deutlich nach - Nervosität wegen Nahost-Konflikt bleibt

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  • 12. Mai 2026, 17:38 Uhr
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Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Am Dienstag hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.955 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste rangierten Bayer, Scout24 und Qiagen, am Ende die Münchener Rück, Zalando und Siemens Energy.

"Im Dax hat sich die seit einigen Handelstagen erkennbare Branchenrotation heute fortgesetzt und den Index im Tagesverlauf weitgehend über der Marke von 24.000 Punkten gehalten", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Doch fallende Kurse in New York sorgten am Nachmittag für den Rutsch unter diese psychologische Barriere."

Im Tagesverlauf seien insbesondere die Unternehmen mit positiven Unternehmensmeldungen wie Bayer gesucht worden. Auf der Verliererseite landeten Aktien, bei denen Investoren Gewinne der vergangenen Wochen mitnahmen. Die Situation im Nahen Osten bleibt ungelöst und damit bleibe auch nur die Hoffnung, dass es zu weiteren Vermittlungsversuchen anderer Staaten komme, so Lipkow.

Aufmerksamkeit fanden heute sowohl die Verbraucherpreise für Deutschland als auch der ZEW-Index. "Während die Teuerung im April wie erwartet ausfiel, liefen die Konjunkturerwartungen der Analysten mit -10,2 Punkten leicht über den Erwartungen von -19,5 Punkten über die Ticker", so der Analyst. "Die Befragung wurde allerdings im Umfeld von Waffenstillstandserwartungen zwischen den USA und dem Iran durchgeführt und sollte somit relativiert werden."

"Was die US-Wirtschaft angeht, zeichneten die heute veröffentlichten Daten ein Bild, das sich nicht als ein dramatischer Zusammenbruch, sondern vielmehr als eine potenziell schleichende Verschlechterung zeigt." Die Verbraucherpreise stiegen in der Kernrate im April mit 2,8 Prozent leicht stärker als die erwarteten 2,7 Prozent und bestätigen die Teuerung durch den Iran-Krieg.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1731 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8524 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 17 Uhr deutscher Zeit 108,30 US-Dollar; das waren 4,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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