Wegen mutmaßlichen Betrugs beim Bau von Solaranlagen hat die Staatsanwaltschaft in Dresden Anklage gegen die Führungsspitze einer örtlichen Firma erhoben. Es geht um zwölf Millionen Euro.
Wegen mutmaßlichen Millionenbetrugs beim Bau von Solaranlagen hat die Staatsanwaltschaft in Dresden Anklage gegen die Führungsspitze eines örtlichen Unternehmens erhoben. Die Geschäftsführerin und der Prokurist sollen dafür verantwortlich sein, dass gegenüber Kunden vertraglich zugesicherte Leistungen trotz erheblicher Anzahlungen nicht oder nicht vollständig erbracht wurden, wie die Anklagebehörde am Freitag in der sächsischen Landeshauptstadt mitteilte. Dadurch entstand ein Schaden von mehr als zwölf Millionen Euro.
Laut Staatsanwaltschaft hatte die Firma der Angeklagten bundesweit den Bau schlüsselfertiger Solaranlagen samt Dachsanierung, Trassenbau und Anmeldung bei Netzbetreibern angeboten. Die 61-Jährige und der 64-Jährige hätten allerdings "unter Vortäuschung ihrer Leistungsfähigkeit und Leistungswilligkeit" gehandelt und "entsprechend ihrer vorgefassten Absicht" die vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt. Es fehlte bei den Projekten demnach an dem zugesicherten Anschluss ans Stromnetz.
Über die Eröffnung eines Hauptverfahrens wegen des Vorwurfs des besonders schweren Betrugs muss nun das Landgericht Dresden entscheiden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der 64-jährige Prokurist einschlägig vorbestraft und sitzt weiterhin in Untersuchungshaft. Die 61-jährige Geschäftsführerin befindet sich dagegen inzwischen wieder auf freiem Fuß. Beide Angeklagte bestritten die Tatvorwürfen demnach bislang.
