Klima

Hitzewelle: Europäischer Gewerkschaftsbund fordert "Abkühlpausen" für Arbeitnehmer

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Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) hat angesichts der Hitzewelle in Westeuropa nach Vorbild der Trinkpausen bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Amerika "Abkühlpausen" für europäische Arbeitnehmer gefordert. Es handle sich um "ein gutes Beispiel dafür, wie die Arbeit an den Klimawandel angepasst werden kann", erklärte EGB-Generalsekretärin Esther Lynch am Donnerstag. Allerdings bräuchten Bauarbeiter, Obstpflücker oder Busfahrer "deutlich länger als drei Minuten, um sich zu erholen", fügte sie hinzu. 

"Die während der Weltmeisterschaft eingesetzten Abkühlpausen haben das Augenmerk auf die Gefahr gelenkt, die von extremer Hitze für Beschäftigte ausgeht", betonte Lynch. Der Weltfußballverband Fifa hat bei der diesjährigen WM zur Sicherung der Gesundheit der Spieler dreiminütige Trinkpausen zur Mitte jeder Halbzeit vorgeschrieben. 

Dem EGB zufolge ist die Zahl der hitzebedingten Todesfälle am Arbeitsplatz in den letzten zwei Jahrzehnten EU-weit deutlich gestiegen. Das Risiko erhöht sich demnach um bis zu sieben Prozent, wenn die Temperaturen über 30 Grad Celsius steigen und um bis zu 15 Prozent, wenn sie 38 Grad Celsius übersteigen.

Die Dachorganisation, der nach eigenen Angaben 45 Millionen Beschäftigte aus 94 Gewerkschaften in 42 Ländern vertritt, erklärte, die Europäische Kommission solle darauf hinarbeiten, Beschäftigten bei hohen Temperaturen ein "Recht auf Pausen ohne Lohnverlust" zu gewähren.

Westeuropa erlebt derzeit eine rekordverdächtige Hitzewelle. Sie hat schon seit Tagen weite Teile von Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und Belgien im Griff. Auch Deutschland ächzt unter hohen Temperaturen, fast überall in der Bundesrepublik galten am Mittwoch laut Deutschem Wetterdienst wieder amtliche Hitzewarnungen.

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