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Trump meidet bei Abflug vom Nato-Gipfel Air Force One aus Katar

  • AFP
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  • 9. Juli 2026, 16:27 Uhr
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"Wunderschön": Trump vor dem neuen Flieger aus Katar Bild: AFP

In den USA wird über die Sicherheit des neuen Präsidentenfliegers diskutiert, den das Emirat Katar den Vereinigten Staaten geschenkt hatte. Präsident Donald Trump verzichtete beim Abflug vom Nato-Gipfel in der Türkei auf die Luxusmaschine.

In den USA wird über die Sicherheit des neuen Präsidentenfliegers diskutiert, den das Emirat Katar den Vereinigten Staaten geschenkt hatte. Präsident Donald Trump verzichtete beim Abflug vom Nato-Gipfel in der Türkei auf die Luxusmaschine und nutzte einen Ausweichflieger seiner alten Air-Force-One-Flotte. US-Medien berichteten am Donnerstag, der Personenschutz des Präsidenten habe Sicherheitsbedenken geltend gemacht. Hintergrund sind die erneuten militärischen Spannungen mit dem Iran und die Furcht vor einem Attentat auf Trump.

Der 80-Jährige legte mit der alten Präsidentenmaschine einen außerplanmäßigen Zwischenstopp auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Mildenhall nordöstlich von Cambridge ein, der von den USA genutzt wird. Dort stieg er in den Katar-Flieger um. Trump schrieb dazu in seinem Onlinedienst Truth Social, er habe den "wunderbaren Soldaten" auf dem Stützpunkt den neuen Flieger zeigen wollen, und diese seien "begeistert" gewesen. Dazu veröffentlichte er ein Foto von Dutzenden winkenden Menschen vor der neuen Air Force One.

Die "New York Times" berichtete indes, der unübliche Flugzeugtausch sei auf Wunsch des Secret Service erfolgt, der für den Schutz des Präsidenten zuständig ist. Es habe sich um eine "Sicherheitsvorkehrung" gehandelt, da der neuen Maschine bestimmte Fähigkeiten des alten Flugzeugs fehlten. Eine konkrete Bedrohung habe es allerdings nicht gegeben, berichteten die Zeitung und die Sender ABC und MSNow.

Trump selbst hatte am Rande des Nato-Gipfels in Ankara gesagt, der Iran trachte ihm nach dem Leben. "Ich bin Nummer eins auf der Todesliste", sagte er. Die Frage von Journalisten, ob er wegen Drohungen auf den neuen Präsidentenflieger verzichte, ließ er unbeantwortet.

"Wir wollen den Kopf von Trump", hatten regimetreue Iraner erst am Montag bei dem Trauerzug für den obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei gerufen, der zu Beginn der US-israelischen Angriffe auf Teheran Ende Februar getötet worden war. Trump seinerseits nannte die neue iranische Führung am Rande des Nato-Gipfels "Abschaum" und erklärte die Waffenruhe für beendet.

Über das Flugzeug-Geschenk Katars im Wert von 400 Millionen Dollar wird in den Vereinigten Staaten diskutiert, seit es im Mai 2025 bekannt wurde. Trump nutzte die luxuriös ausgestattete Boeing 747 beim Hinflug zum Nato-Gipfel erstmals auf einer Auslandsreise, die ihn in die Nähe des Iran führte. Die Türkei hat eine gemeinsame Grenze mit der Islamischen Republik. 

Von Anfang an hatte es Sicherheitsbedenken gegeben, weil Katar in der Vergangenheit islamistische Gruppen wie die Hamas unterstützte, die Opposition warf Trump zudem Bestechlichkeit vor. Der Präsident wischte die Kritik jedoch zur Seite und bezeichnete die Maschine als "fliegendes Weißes Haus" und als "das luxuriöseste Flugzeug der Welt". 

Anfang Juli hatte Trump das neue Flugzeug auf einem Inlandsflug in den USA in Dienst genommen. Die Maschine verfügt etwa über Holzvertäfelung und cremefarbene Ledersitze. Nach Trumps Worten war sie sicherheitstechnisch "auf präsidiales Niveau" aufgerüstet worden.

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