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Militär: USA greifen erstmals seit Wochen Ziele im Iran an

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Iranische Raketen-Abschussanlage Bild: AFP

Die US-Armee hat nach eigenen Angaben am Sonntag erstmals seit Wochen wieder Ziele im Iran angegriffen. Dabei sei die iranische Insel Larak in der Straße von Hormus attackiert worden, erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom.

Die US-Armee hat nach eigenen Angaben am Sonntag erstmals seit Wochen wieder Ziele im Iran angegriffen. Dabei sei die Insel Larak in der Straße von Hormus attackiert worden, erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom. Der Angriff galt demnach zwei Raketenwerfern, an denen die iranischen Revolutionsgarden den Abschuss von mit Seeminen bestückten Raketen vorbereitet hätten, erklärte Centcom-Sprecher Tim Hawkins.

Die Revolutionsgarden teilten mit, bei den US-Angriffen habe es "Tote und Verletzte" gegeben. Sie kündigten Vergeltung an. Centcom-Sprecher Hawkins sagte, die US-Streitkräfte überwachten das Gebiet genau und seien "weiterhin bereit, den freien Fluss des Handels durch diese wichtige Wasserstraße zu schützen".

Seit dem Beginn des Iran-Krieges vor sechs Monaten hat Teheran die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus de facto blockiert. In der Folge schnellten weltweit die Ölpreise in die Höhe. Die USA und Israel hatten ihre Angriffe auf den Iran am 28. Februar begonnen und am ersten Tag des Krieges den seit Jahrzehnten in Teheran herrschenden obersten Führer Ali Chamenei getötet.

Im April wurde ein Waffenstillstand vereinbart, im Juni ein Rahmenabkommen mit dem Ziel eines abschließenden Friedensabkommens geschlossen. Dennoch treten die unter anderem von den Vermittlerstaaten Pakistan und Katar vorangetriebenen diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Konfliktes und zur Regelung der Situation in der Straße von Hormus auf der Stelle.

Vor kurzem hatte US-Präsident Donald Trump daher einen "Wirtschaftskrieg" gegen den Iran angekündigt, Finanzminister Scott Bessent drohte mit einer "wirtschaftlichen Erstickung" des Landes. Verschärfte Sekundärsanktionen sollen auch ausländische Geschäftspartner Teherans treffen. 

Der Senator der Demokratischen Partei, Jack Reed, warf Trump am Freitag vor, die USA hätten unter seiner Führung kein einziges Kriegsziel erreicht. "Tatsächlich hat er unsere Position im Nahen Osten und in der Welt erheblich geschwächt", erklärte Reed, der dem Verteidigungsausschuss des Senats in Washington angehört.

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