Nach einem Hackerangriff auf die Berliner Senatsverwaltung haben die mutmaßlichen Täter einem Medienbericht zufolge gestohlene Daten veröffentlicht. Nach RBB-Informationen wurden rund 1,4 Millionen Daten in mehreren Paketen zugänglich gemacht.
Nach einem Hackerangriff auf die Berliner Senatsverwaltung haben die mutmaßlichen Täter gestohlene Daten veröffentlicht. Wie die Senatskanzlei am Freitag bekannt gab, untersuchen beauftragte IT-Forensiker die veröffentlichten Daten "mit Hochdruck". Laut Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) gab die Hackergruppe Rhysida die Veröffentlichung auf ihrer Website im Darknet bekannt.
Nach RBB-Informationen wurden rund 1,4 Millionen Daten in mehreren Paketen zugänglich gemacht. Darunter könnten laut Senatskanzlei auch personenbezogene Daten von Beschäftigten des Landes Berlin, aber auch von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen sein.
Die Senatskanzler kündigte "eine intensive Datenprüfung" an. Dadurch sollten Betroffene identifiziert und anschließend informiert werden. Die Senatsverwaltung bat Bürgerinnen und Bürger Strafanzeige zu stellen, wenn sie Hinweise darauf haben, dass ihre Daten veröffentlicht wurden.
Die kriminelle Gruppe hatte zuvor von der Berliner Senatsverwaltung Lösegeld gefordert, laut einem Pressebericht verlangten die Erpresser rund zwei Millionen Euro. Die Summe sollte bis Freitag gezahlt werden. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bestätigte in der vergangenen Woche, dass Berlin nach dem Datendiebstahl erpresst werde.
Wegen des Hackerangriffs waren die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz am 14. August für rund eine Woche vom Landesnetz isoliert worden. Tagelang konnte wegen der Cyberattacke in Berlin unter anderem kein Wohngeld beantragt oder ausgezahlt werden.
