Zwei Wochen nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya haben Rettungskräfte in Nepal weiter nach Überlenden gesucht. In den Tunneln der Wasserkraftprojekte Trishuli 3A, 3B und Chilime liefen Einsätze, sagte ein Sprecher der Armee.
Zwei Wochen nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya haben Rettungskräfte am Mittwoch in Nepal weiter nach Überlenden gesucht. In den Tunneln der Wasserkraftprojekte Trishuli 3A, 3B und Chilime liefen Einsätze, sagte ein Sprecher der Armee der Nachrichtenagentur AFP.
Am Freitag, gut eine Woche nach der Katastrophe, waren zwei Arbeiter aus einem Tunnel des Wasserkraftwerks Trishuli-3A gerettet worden. Tags darauf wurde laut Armee ein Chinese 225 Meter innerhalb eines Tunnels gerettet, der zur Wasserkraftanlage Upper Trishuli-1 im Distrikt Rasuwa gehört. Seitdem wurden nach offiziellen Angaben keine weiteren Überlebenden geborgen.
Ein Gletscherabbruch am mehr als 7000 Meter hohen Berg Langtang Lirung in Nepal hatte nach Einschätzung von Fachleuten am 26. August die verheerende Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und der autonomen Region Tibet in China ausgelöst. Die riesige Flutwelle aus Wasser, Schlamm und Geröll schoss durch enge Flusstäler und riss auf beiden Seiten der Grenze Häuser, Straßen, Wasserkraftwerke und Menschen mit.
Die Gesamtzahl der Todesopfer liegt mittlerweile bei mindestens 1401: In Nepal wurden nach Angaben der Behörden 1358 Leichen geborgen, in China kamen nach Angaben der Staatsmedien 43 Menschen ums Leben. Zudem werden in Nepal noch 5326 Menschen vermisst und in China 519.
