Großbritannien

Teil von berühmter Londoner Oxford Street in Fußgängerzone umgewandelt

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Bürgermeister Khan in der Oxford Street Bild: AFP

Aus für Autos, rote Doppeldecker und schwarze Taxis: Ein Teil der berühmten Einkaufsstraße Oxford Street in London ist in eine Fußgängerzone umgewandelt worden.

Aus für Autos, rote Doppeldecker und schwarze Taxis: Ein Teil der berühmten Einkaufsstraße Oxford Street in London ist in eine Fußgängerzone umgewandelt worden. Um die mit Schwierigkeiten kämpfende Shopping-Meile wiederzubeleben, ist seit Montag fast die Hälfte der Oxford Street und damit ein rund einen Kilometer langer Abschnitt für Fußgänger reserviert.

"Das ist ein bedeutender Tag für die Oxford Street, aber auch für London", sagte Bürgermeister Sadiq Khan vor Journalisten. Der Verkehr solle "für immer" von dem Straßenabschnitt verbannt werden, um den Einzelhandel in der Gegend zu unterstützen. Die Umwandlung der Straße werde mehr Kundinnen und Kunden anziehen.

Die Oxford Street mit ihren Luxusboutiquen, Modeläden und Kaufhäusern ist eine der belebtesten Einkaufsstraßen Europas. In den Geschäften werden jährlich rund 3,1 Milliarden Pfund (rund 3,7 Milliarden Euro) ausgegeben. Im Zuge der Corona-Pandemie haben aber Geschäfte schließen müssen, außerdem bereitet der Online-Handel den Läden Probleme.

Bürgermeister Khan von der Labour-Partei sagte im Sender BBC Radio 4, die Einkaufsstraße habe in den vergangenen Jahrzehnten einen "Niedergang" erlebt. "Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie Geschäfte diese Straße verlassen, wie Jobs in dieser Straße verloren gehen."

Die Umwandlung in eine Fußgängerzone ist aber nicht unumstritten. Anwohner befürchten Staus in angrenzenden Straßen. Gegner argumentieren außerdem, durch die Verbannung des Verkehrs werde es schwieriger, die Geschäfte zu erreichen - unter anderem für Menschen mit Behinderung.

Khan entgegnete, dass es in der Gegend Bushaltestellen und Taxistände gebe. "Oxford Street hat sich über Jahrhunderte neu erfunden, sich an den Wandel angepasst und dabei geholfen, die britische Kultur zu prägen." Die Umwandlung in eine Fußgängerzone werde die Gegend "wiederbeleben" und die britische Hauptstadt "grüner" machen.

In Zukunft könnte der Verkehr auch von der anderen Hälfte der Oxford Street verbannt werden. Abhängen soll das vom Erfolg der jetzt eingeläuteten ersten Phase des Projekts. 

In vielen Städten in Europa und anderen Teilen der Welt wird seit Jahren oder gar Jahrzehnten versucht, den Autoverkehr zurückzudrängen - und wieder mehr Platz für Fußgänger zu schaffen.

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