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Nach der Distanzierung von den Jugendprotesten am kommenden Samstag plant die Bundesschülerkonferenz am 20. November eine eigene Demonstration. Das kündigte Generalsekretärin Amy Kirchhoff am Donnerstag in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv an. Zugesagt hätten bereits die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Bundeselternrat und Fridays for Future. Weitere Organisationen seien angefragt. Womöglich kämen zu der Demonstration in Berlin noch andere Orte hinzu.
"Wir werden am 20.11. als BundesschülerInnenkonferenz einen eigenen Protest in Berlin veranstalten und hier auch mit einem zivilgesellschaftlichen Bündnis auftreten", sagte Kirchhoff. Die junge Generation sei wütend "auf die Menschen, die uns nicht zuhören" und die "Politik über uns, aber nicht mit uns" machten. Es gehe dabei um marode Schulen, um die Rente und den Arbeitsmarkt. Viele Jüngere rechneten nicht mehr damit, dass es ihnen einmal besser gehen werde als ihren Eltern. "Das ist ein Glaube, der sich gerade in Luft auflöst und entzaubert."
Von den bundesweiten Protesten am kommenden Samstag hatte sich die Schülerorganisation distanziert. Zur Begründung sagte Kirchhoff, die Organisationsstrukturen hinter der Initiative "Gen Z regelt" seien unklar. Zudem teilt sie die Sorge vor Krawallen. "Gewalt ist keine Lösung an der Stelle, sondern wir müssen hier ins Gespräch gehen."
Die ältere Generation müsse Verantwortung übernehmen, zuhören und umsetzen, was junge Menschen sich wünschten, sagte Kirchhoff. Friedliche Proteste unterstützt ihre Schülerorganisation genauso wie das grundlegende Anliegen: "Die Wut, die Frustration und der Wunsch nach mehr Investitionen, vor allem in den Bereich Bildung, das wollen wir auf alle Fälle mittragen."