Die Polizei ist in vier Bundesländern mit Durchsuchungen gegen mutmaßliche Linksextremisten vorgegangen. Fünf Verdächtige wurden festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Dresden und das sächsische Landeskriminalamt mitteilten.
Wegen des Verdachts der Bildung krimineller Vereinigungen sind Ermittler in vier Bundesländern mit Razzien gegen mutmaßliche Linksextremisten vorgegangen. Fünf Verdächtige wurden bei dem Einsatz am Dienstag festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Dresden und das sächsische Landeskriminalamt (LKA) mitteilten. Ingesamt zwölf Beschuldigten im Alter von 18 bis 36 Jahren wird vorgeworfen, sich 2022 zu einer kommunistischen Gruppe namens "Kollektiv Zwickau" zusammengeschlossen haben, um Straftaten zu begehen.
Ihr Ziel sei gewesen, regional und überregional gegen rechtsradikale und menschenfeindliche Strukturen vorzugehen, erklärten die Ermittlungsbehörden. Sie sollen sich über Jahre hinweg verabredet haben, um Körperverletzungen gegen politisch Andersdenkende sowie Sachbeschädigungen zu begehen.
Vier der Beschuldigten im Alter zwischen 22 und 36 Jahren wurden aufgrund bestehender Haftbefehle festgenommen. Ein weiterer 20-jähriger Beschuldigter soll während einer Durchsuchung einen Polizisten angegriffen haben. Auch er wurde vorläufig festgenommen. Alle fünf wurden noch am Dienstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Durchsucht wurden den Angaben zufolge Objekte unter anderem in Zwickau, Dresden und Leipzig in Sachsen, in Saalfeld in Thüringen sowie in Hamburg und Bremen. Dabei seien unter anderem technische Beweismittel und viele Propagandamittel beschlagnahmt worden. Am Nachmittag waren die Razzien, deren Schwerpunkt laut LKA in Zwickau lag, beendet.
Die für linksextremistische Straftaten zuständige Soko LinX des sächsischen Landeskriminalamts ist federführend in dem Verfahren. Bei den Durchsuchungen waren die Landeskriminalämter in Thüringen, Hamburg und Bremen eingebunden.
