Der Deutsche Aktienindex (Dax) ist am Donnerstag auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Der Dax erreichte am Vormittag zeitweise ein neues Allzeithoch von 26.646,32 Punkten. Den bisherigen Rekord von Ende August übertraf er somit um rund 30 Punkte.
Der Deutsche Aktienindex (Dax) ist nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Kongresswahlen auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Der Dax erreichte am Donnerstagvormittag in Frankfurt am Main zeitweise ein neues Allzeithoch von 26.646,32 Punkten. Den bisherigen Rekord von Ende August übertraf er somit um rund 30 Punkte.
Weltweit hat das Ergebnis der US-Zwischenwahlen vom Dienstag an den Börsen mehrheitlich Euphorie ausgelöst. Teils einschneidende Kursverluste mussten zwar US-Techkonzerne sowie Hersteller von Speicherchips hinnehmen, unter anderem weil Investoren eine Verschärfung der gesetzlichen Vorgaben für den Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) befürchten.
Die meisten anderen Branchen wurden hingegen von der Hoffnung auf eine militärische Entspannung im Iran-Krieg getragen, nachdem die Republikaner von US-Präsident Donald Trump bei dem Urnengang eine krachende Niederlage erlitten hatten. Der Wahlausgang könne den Markt zu der Einschätzung führen, "dass Trump nun eher zu einer Einigung bereit sein könnte", erklärte der Analyst Andy Lipow von Lipow Oil Associates. "Da die Demokraten zudem die Kontrolle über Senat und Repräsentantenhaus haben, könnten sie dazu neigen, die Finanzierung des Krieges einzuschränken - was Trump dazu zwingen würde, den Konflikt zu beenden."
Im Dax verzeichneten am Donnerstag insbesondere die Aktien des Baustoffherstellers Heidelberg Materials deutliche Kursgewinne. Sie legten am Morgen um 3,8 Prozent zu. Der Online-Händler Zalando notierte 4,4 Prozent im Plus.
Marktanalyst Timo Emden von Captrader erklärte, dass die neue Bestmarke des Deutschen Aktienindex in erster Linie das Ergebnis "der Klarheit und Eindeutigkeit" der US-Zwischenwahlen sei. "Geo- und geldpolitische Unsicherheiten befinden sich für den Moment aus den Augen und damit aus dem Sinn", erläuterte er. Investoren sollten sich allerdings "weiterhin vor Augen halten, dass mit den schwelenden Nahostrisiken, Inflations- und Zinssorgen sowie KI-Fragezeichen erhebliche Unsicherheitsfaktoren unter der Oberfläche glimmen".
