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EKD-Ratsvorsitzende: Kirche lehnt rechte Positionen und Antisemitismus ab

  • AFP
  • In POLITIK
  • 8. November 2026, 15:44 Uhr
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Protestantische Kirche in Dortmund Bild: AFP

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat ihre Abgrenzung gegenüber Rechtsextremismus und Antisemitismus bekräftigt. Menschenverachtende Haltungen, insbesondere rechtsextremer Kräfte, hält die EKD mit dem christlichen Glauben für unvereinbar.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat ihre Abgrenzung gegenüber Rechtsextremismus und Antisemitismus bekräftigt. Die Kirche halte an ihrer grundsätzlichen Position fest, dass menschenverachtende Haltungen, insbesondere rechtsextremer Kräfte, mit dem christlichen Glauben unvereinbar seien, erklärte die Ratsvorsitzende, Bischöfin Kirsten Fehrs, am Sonntag auf der EKD-Synode in Würzburg. "Völkisches Denken ist mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar."

"Wahlerfolge verändern vielleicht Machtverhältnisse – aber sie ändern nichts an der Unvereinbarkeit von Menschenfeindlichkeit mit dem Evangelium", stellte sie angesichts der jüngsten Wahlerfolge der AfD vor allem in Sachsen-Anhalt klar, wo die in Teilen rechtsextremistische Partei eine Regierungsübernahme anstrebt. 

Die Kirche bleibe grundsätzlich überparteilich, aber nicht neutral gegenüber Angriffen auf die Menschenwürde, die Religionsfreiheit, die Rechtsstaatlichkeit oder den Schutz von Minderheiten. Dies gelte gegenüber extremistischen Positionen - unabhängig von deren politischer Herkunft. Dazu gehöre auch der unmissverständliche Widerspruch gegen jede Form von Antisemitismus, betonte sie. Fehrs dürfte damit auch auf antisemitische Strömungen in der Linken abzielen.

Die Synode der EKD ist neben Rat und Kirchenkonferenz eines der drei Leitungsorgane der EKD. Sie tagt noch bis zum 11. November in Würzburg. 

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