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Papst Leo XIV. in Argentinien eingetroffen - Empfang durch Präsident Milei

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  • 8. November 2026, 22:13 Uhr
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Papst Leo XIV. mit dem argentinischen Präsidenten Milei Bild: AFP

Papst Leo XIV. ist zu einem viertägigen Besuch in Argentinien eingetroffen und von Präsident Milei empfangen worden. Es ist der erste Papstbesuch seit fast 40 Jahren. Millionen Besucher werden bei den Veranstaltungen mit dem Pontifex erwartet.

Auf seiner Südamerika-Reise ist Papst Leo XIV. am Sonntag zu einem viertägigen Besuch in Argentinien eingetroffen. Auf dem Flughafen von Buenos Aires wurde der Pontifex von Präsident Javier Milei empfangen, mit dem er anschließend auch Gespräche führen wollte. Es ist der erste Besuch eines Papstes in dem südamerikanischen Land seit fast 40 Jahren.

Während seines Aufenthalts will Leo XIV. drei Freiluftmessen feiern sowie ein Gefängnis, ein Heim für Menschen mit Behinderungen und eine Wallfahrtsstätte besuchen. Für Montag ist zudem ein Abendgebet in der Kathedrale von Buenos Aires geplant. Die katholische Kirche rechnet bei den verschiedenen Veranstaltungen mit insgesamt bis zu sieben Millionen Besuchern.

Für viele Argentinier hat der Papstbesuch eine besondere Bedeutung: Leos 2025 verstorbener Vorgänger Franziskus stammte aus Argentinien und war vor seiner Wahl zum Papst Erzbischof von Buenos Aires gewesen. Dass er während seines zwölfjährigen Pontifikats nie in seine Heimat zurückkehrte, hatte viele seiner Landsleute enttäuscht.

Mit Aufmerksamkeit wird auch das Verhältnis zwischen Leo XIV. und Milei verfolgt. Der Präsident hatte Franziskus im Wahlkampf wegen dessen Einsatzes für soziale Gerechtigkeit scharf angegriffen, sich nach seinem Wahlsieg aber öffentlich entschuldigt. Sein Verhältnis zu Leo XIV. gilt bislang als freundlich.

"Ich hoffe, dass der Besuch des Heiligen Vaters eine Gelegenheit für alle Argentinier sein wird, zusammenzufinden", schrieb Mileis Schwester und enge Beraterin Karina Milei im Onlinedienst X. Der Präsident verbreitete die Botschaft weiter. Die argentinische Kirche hatte in der Vergangenheit wiederholt die sozialen Folgen der Sparpolitik Mileis kritisiert.

Leo XIV. hatte zunächst Uruguay besucht. Der 71-Jährige absolviert seine zwölftägige Südamerika-Reise nur rund dreieinhalb Wochen nach einer Lungenkrebs-Operation. Am Mittwoch will er nach Peru weiterreisen, wo er rund zwei Jahrzehnte als Missionar und Bischof tätig war.

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