Technologie

Die Vor- und Nachteile von TYPO3

Die wenigsten Websites werden heutzutage von Grund auf selbst entwickelt. Stattdessen wird auf sogenannte Content Management Systeme (CMS) gesetzt. Wie der Name vermuten lässt, erlauben sie das Verwalten des Websiteinhalts (Content). Ein vor allem in Deutschland regelmäßig zu findendes System, findet sich in TYPO3.

Wie TYPO3 funktioniert

Schon seit mehr als einem Jahrzehnt arbeiten Entwickler an TYPO3. Ihr Ziel? Den Alltag von Websitebetreibern ein Stückchen einfacher zu machen.

TYPO3 unterscheidet zwischen einem Front- und Backend. Während das Frontend der Bereich der Website ist, der für jeden Besucher zu sehen ist, befinden sich im Backend die Werkzeuge. Hier kann der Websitebetreiber Text und Bild hinzufügen, Elemente auf einer Seite verschieben, Updates einspielen, Erweiterungen (bei TYPO3 bezeichnet als Extensions) verwalten und mehr.

Alles, was es für die Nutzung von TYPO3 braucht, ist ein passendes Hosting-Paket, alternativ auch ein eigener Server. Die dazugehörigen Services (PHP und ein Datenbanksystem) dürften in so gut wie jedem Hosting-Paket zu finden sein.

Manche könnten meinen, dass ein Content Management System Websites optisch austauschbar macht. Wenn die Grundlage die gleiche ist, dürften das Besucher doch erkennen, oder? Auch wenn der Code von TYPO3-Installationen ähnlich ist, so gibt es rund um das Design viele verschiedene Anpassungsmöglichkeiten. Danken darf man dafür den sogenannten Extensions sowie Templates. Während Extensions für individuelle Funktionen (z.B. Kontaktformulare oder die Grundlage für einen Onlineshop) sorgen, bestimmen Templates die generelle Optik der Website.

Die Vorteile von TYPO3

Nun aber zu den Vor- und Nachteilen von TYPO3. Ein wichtiger Vorteil wurde bereits angeschnitten: TYPO3 ist mit vielen Extensions und Templates anpassbar. Allein im offiziellen Extensions-Verzeichnis von TYPO3 finden sich über 1.600 Einträge. Ebenso warten zahlreiche Templates darauf installiert und getestet zu werden. Damit spart TYPO3 den langen Weg, das Aussehen und die Funktionen einer Website komplett eigenständig entwickeln zu müssen.

TYPO3 bietet daneben viele Funktionen, die den späteren Alltag erleichtern werden. So ist es möglich die Rechte von Nutzern zu definieren, ebenso mehrsprachige Websites anzulegen. Ist die erstmalige Einrichtung dann erledigt, stoßen Nutzer auf ein System nah am Anwender, das verlässlich funktioniert.

Für TYPO3 spricht auch die lange Erfahrung der Entwickler. TYPO3 wurde nicht erst vor einigen Monaten veröffentlicht, sondern hat eine längere Entwicklungszeit hinter sich. Das hat das System aus den Kinderschuhen gebracht und eine solide Grundlage geschaffen, auf der auch Unternehmensseiten aufbauen können.

Diese lange Entwicklungsgeschichte schafft Sicherheit für die Zukunft. Denn wenn das System bislang regelmäßig mit neuen Funktionen und Updates gegen Sicherheitslücken versorgt wurde, wird es das sicherlich auch in Zukunft.

Ebenso spricht für TYPO3 der Preis. Das Content Management System ist nämlich kostenfrei. Das macht das probeweise Installieren und Kennenlernen besonders angenehm.

Zuletzt erwähnt sei die Bekanntheit des Systems in Deutschland. Etwa 10 % aller Websites hierzulande sollen auf TYPO3 setzen. Das erlaubt es recht unkompliziert kompetente Entwickler zu finden, die bei der Einrichtung und Pflege unterstützen können.

Schattenseiten von TYPO3

Wo Licht, da auch Schatten. Diesen werden einige TYPO3-Nutzer von der Einrichtung des Content Management Systems kennen. Auch wenn es viel benutzerfreundlicher als eine Seite ohne CMS ist, erweist sich der Weg bis zur fertigen Website mitunter als zäh. Als benutzerfreundlicher gilt hier z.B. das System WordPress.

Ebenfalls problematisch kann bei TYPO3 das Thema Aktualisierung werden. Wie erwähnt, veröffentlichen die Entwickler regelmäßig Updates. Doch diese zu installieren ist mit einigen Hürden verbunden. Eine davon können Extensions sein, die nach dem Update nicht länger funktionieren. Auch in diesem Bereich punkten andere Content Management Systeme mit einfacheren Prozessen.

Und das Thema Internationalität spielt noch mit ein. Während TYPO3 in Deutschland gut vertreten ist, sieht der Anteil weltweit geringer aus. Hier sollen es weniger als 2 % der Websites sein, die TYPO3 verwenden. Wird daher auf den internationalen Markt geschaut, könnte ein alternatives System mehr Sinn machen.

TYPO3 kennenlernen

Die erwähnten Vor- und Nachteile von TYPO3 fallen, je nach geplanter Nutzung, stärker oder schwächer ins Gewicht. Bevor man aufgrund so einer Zusammenfassung eine Entscheidung über das System fällt, sei ein Test empfohlen. Das CMS kann dafür, wie erwähnt, kostenfrei installiert und dann kennengelernt werden. Dabei lassen sich nicht nur die Administrationsumgebung kennenlernen, ebenso einige typische Workflows (Anlegen einer neuen Seite, Verändern von Texten) durchspielen. Diese Testphase kann dabei helfen zu verstehen, ob TYPO3 ein langfristiger Begleiter werden könnte.

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