Beim neuen Auto ist noch Geld für Extras über? Im Dienste der Sicherheit könnte man in der Aufpreisliste ein Kreuzchen bei Scheinwerfern setzen.
Schicke Felgen, Ledersitze oder eine größere Musikanlage - bei der Ausstattung ihres neuen Autos achten Neuwagenkäufer oftmals vor allem auf Komfort und Aussehen. Die Scheinwerfertechnik aufzurüsten kommt vielen gar nicht in den Sinn. Ein Fehler, meint der Deutsche Verkehrssicherheitsrat. Nach Meinung des DVR stellen vor allem adaptive Lichtsysteme einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit dar.
Nachtunfälle haben im Vergleich zu Unfällen am Tag deutlich schwerere Folgen. Die Gefahr, bei einem Unfall in der Dunkelheit getötet zu werden, ist laut DVR fast doppelt so hoch. Eine bessere Ausleuchtung der Straße bedeutet für den Fahrer, dass er Gefahren früher erkennt. Verschiedene Lichttechniken sorgen für mehr Licht als die serienmäßig eingebauten Scheinwerfer, zumindest in den unteren Klassen sind sie allerdings aufpreispflichtig.
Ein Königsweg sind zum Beispiel adaptive LED-Scheinwerfer. Eine Vielzahl von Licht emittierenden Dioden (LED) sind in einem Scheinwerfer zusammengefasst. Sie werden einzeln angesteuert, der Lichtkegel wird somit den Verkehrsverhältnissen automatisch exakt angepasst, entgegenkommende Verkehrsteilnehmer werden gezielt aus dem Fernlicht ausgeschnitten. So bleibt die Umgebung hell, der Gegenverkehr wird aber nicht geblendet.
LED- oder Xenon-Scheinwerfer, die es bis hinunter in die Kleinwagen-Klasse gibt, leuchten heller als normale Halogenlampen. Mit dynamischer Leuchtweitenregelung - also dem automatischen Abschalten des Fernlichts bei Gegenverkehr - sind sie besonders komfortabel. Für viele Fahrzeuge ist auch Kurven- und Abbiegelicht als Serien- oder Zusatzausstattung verfügbar. Beim Kurvenlicht schwenkt der Lichtkegel in die Kurve hinein und leuchtet sie aus. Das Abbiegelicht schaltet sich automatisch bei Abbiegesituationen zu, so können zum Beispiel Fußgänger besser erkannt werden.