Katalysatoren am Pkw dienen der Reinigung von Abgas. Ein aktueller Test zeigt jedoch, dass mit manchen Austauschkatalysatoren ein schmutziges Geschäft betrieben wird.
Der TÜV Nord hat im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) das Abgasverhalten von Austauschkatalysatoren aus dem freien Kfz-Teilehandel untersucht. Vier der untersuchten sieben Austauschkats erreichten nicht die gesetzlichen Grenzwerte für die Abgasreinigung, einige führen nach dem Einbau zu Emissionen, die weit über den Grenzwerten der Abgasnorm Euro 4 liegen.
Der Katalysator dient der Abgasnachbehandlung, durch ihn sollen eigentlich die Schadstoffe eines Pkw stark reduziert werden. Das gelang auch zwei Systemen, die dafür jeweils eine Grüne Karte der DUH erhielten. Die Katalysatoren von HJS Emission Technology sowie Bluekat Technology erfüllten die Vorgaben des ,,Blauen Engels" und stellten die dauerhafte Abgasminderung sicher. Der ,,Blaue Engel" ist ein Umweltzeichen des Bundesumweltministeriums, das neben der Einhaltung der Grenzwerte auch Bestimmungen zur Umweltverträglichkeit der einzelnen Komponenten beinhaltet. Eine Gelbe Karte erhielt das System von Ernst Apparatebau GmbH, weil dieser zwar eine schlechtere Reinigungsleistung bot, die Grenzwerte im Test jedoch noch einhielt.
Schlecht abgeschnitten haben zwei baugleiche Kats des Herstellers EEC, die zwischen 126 und 183 Euro kosten. Diese haben selbst im Neuzustand die Emissionen des Prüffahrzeuges, einem VW Passat des Abgasstandards Euro 4, mit diesen Katalysatoren für Kohlenmonoxid (CO) um bis zu zwölf Prozent und für Stickstoffdioxid (NOx) um bis zu 180 Prozent überschritten. Rote Karten erhielten auch die Katalysatoren der Hersteller AS und BM. Beide Systeme wiesen im Test massive Grenzwertüberschreitungen auf.