Motor-Technik

Nutzfahrzeuge - Praxistest zeigt Einsparpotenzial

  • Klaus Lockschen/SP-X
  • In TECHNIK
  • 19. Oktober 2015, 16:07 Uhr

Binnen 50 Jahren hat sich der spezifische Verbrauch von Lkw mehr als halbiert. Das lag vor allem an den Motoren, die immer sparsamer wurden. In Zukunft soll es nicht alleine der Antriebsstrang richten, wenn es ums Spritsparen geht.

Im Straßengüterverkehr ist der Spritverbrauch in den letzten Jahrzehnten drastisch gesunken. Zwischen 1965 und heute konnten der Verbrauch und damit die CO2-Emissionen pro transportierte Tonne um rund 60 Prozent gesenkt werden. Maßgeblich dafür ist die Verbesserung des Antriebsstrangs der Zugmaschine. Zusätzlich Potential bietet der Trailer, aber auch moderne Assistenzsysteme sorgen für weitere Verbesserungen. Ein erster Praxistest zeigt, dass sich bereits mit wenigen Maßnahmen an modernen Zugmaschinen und Trailern ein Einsparpotenzial von bis zu 14 Prozent ergibt.

Efficiency Run nennt Daimler den einwöchigen Realtest mit drei konventionellen Sattelzügen des Modells Actros, der unter der Aufsicht der Dekra gemeinsam mit drei Unternehmen der Logistikbranche durchgeführt wurde. Die Sattelzugmaschinen wurden mit gewichtsoptimierten Trailern komplettiert und rundherum mit Leichtlaufreifen ausgestattet. Optimiert wurde auch die Aerodynamik mit windschlüpfiger, abgerundeter Seitenverkleidung und einklappbaren Heckflügeln. Und auch der vorausschauende Tempomat erwies sich als ein deutlich verbrauchsminderndes Assistenzsystem. Schließlich bedeutet ein Stopp pro Kilometer eine Verdoppelung der CO2-Emissionen, so Daimler. Alle in den Versuchstrucks verwendete Technik ist heute verfügbar, teilte Daimler-Vorstand Wolfgang Bernhard mit. Die Mehrkosten würden sich für ein Speditionsunternehmen bereits nach zweieinhalb Jahren amortisieren.

Unter den drei im Feldversuch eingesetzten Fahrzeugen war auch ein Lang-Lkw. Dessen Verbrauchsvorteil pro Tonnenkilometer lag nach Angaben von Daimler mit 17 Prozent noch höher als bei den Standard-Lkw.

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