Motor-Technik

Volvo entwickelt Känguru-Erkennung - Ich bremse auch für...

  • Hanne Lübbehüsen/SP-X
  • In TECHNIK
  • 29. Oktober 2015, 16:29 Uhr

Was ist der Unterschied zwischen einem Elch und einem Känguru? Was für das menschliche Auge einfach ist, gestaltet sich für Sensoren am Auto schwieriger. Auch weil der putzige Zweibeiner so unberechenbar hüpft.

Andere Länder, andere Verkehrshindernisse: Volvos Notbremssystem kann bereits Fußgänger und Fahrradfahrer erkennen, aber auch Elche, Rentiere und Kühe - was im Straßenverkehr auf der Nordhalbkugel halt so vorkommt. Künftig bremsen die Fahrzeuge des schwedischen Herstellers auch für Beuteltiere: Speziell für den Straßenverkehr in Australien entwickelt Volvo eine Känguru-Erkennung.

Mehr als 20.000 Känguru-Unfälle gibt es nach Angaben des australischen Autoclubs NRMA jedes Jahr, mit Toten und Verletzten und einem Versicherungsschaden von 75 Millionen australischen Dollar (48,5 Millionen Euro). Das Volvo-System soll mit Hilfe von Radar- und Kamera-Sensoren die flinken Tiere erkennen und automatisch bremsen, wenn ein Unfall unvermeidbar ist.

Wer glaubt: Känguru oder Elch - Tier ist Tier, liegt falsch: Kängurus sind kleiner, bewegen sich schneller und ihr Verhalten ist unberechenbarer als das von Elch, Kuh oder Rentier. Deshalb sei es wichtig, die Technik auf echte Situationen mit Kängurus zu kalibrieren, so Volvo. Derzeit sind die Sicherheitsexperten dabei, das Verhalten der Kängurus entlang von Straßen zu beobachten, um das System zu verfeinern.

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