Sportwagen, Tourenwagen oder Formel-1-Boldien - Rennwagen haben eines gemeinsam: Ohne das richtige Fahrwerk hat auch der beste Fahrer im Motorsport keine Siegchance. Die Rennstrecken sind deshalb für viele globale Unternehmen das perfekte ''Versuchslabor'', um modernste Technik auf dem Weg zur Serienreife unter extremen Bedingungen zu testen.
Sportwagen, Tourenwagen oder Formel-1-Boldien - Rennwagen haben eines gemeinsam: Ohne das richtige Fahrwerk hat auch der beste Fahrer im Motorsport keine Siegchance. Die Rennstrecken sind deshalb für viele globale Unternehmen das perfekte "Versuchslabor", um modernste Technik auf dem Weg zur Serienreife unter extremen Bedingungen zu testen.
Autozulieferer Schaeffler oder auch die Spezialisten von Siemens und Bilstein sind auf allen Rennstrecken der Welt zu Hause. Diese Unternehmen sind es seit Jahren gewohnt, im Motorsport Trophäen am Fließband einzufahren. Doch für Schaeffler häufen sich in letzter Zeit auch die Pokale im Basis-Geschäft. So wurde das Unternehmen aus Herzogenaurach jetzt für die Innovation und Entwicklung des aktiven elektromechanischen Wankstabilisators mit dem "Deutschen Innovationspreis 2016" in der Kategorie "Großunternehmen" ausgezeichnet.
Mit der Serienfertigung des elektromechanischen Wankstabilisators hat Schaeffler nach eigenen Angaben ein neues Kapitel in der Fahrwerk-Technik aufgeschlagen. Und was ist so besonders an dieser Technologie? Sie passt das Fahrwerk blitzschnell an jede Fahrsituation an, absorbiert Fahrbahn-Unregelmäßigkeiten und minimiert so Wankbewegungen des Fahrzeugs, erklären die Schaeffler-Ingenieure. Das wiederum steigere den Komfort, die Sicherheit und die Dynamik, heißt es.
Der elektromechanische Wankstabilisator trage auch dazu bei, Kraftstoffverbrauch und Emissionen gegenüber hydraulischen Systemen zu reduzieren sowie die Montage in Fertigungswerken der Automobilhersteller zu vereinfachen, betonen die Experten. Zum ersten Serieneinsatz kam der elektromechanische Wankstabilisator übrigens in einer Oberklasse-Limousine sowie in der Luxus-SUV-Klasse. Bei letzteren sogar mit 48-Volt-Bordnetz.
"Schaeffler steht traditionell an der Spitze der innovativsten Unternehmen in Deutschland. Das belegen auch die jüngsten Zahlen mit über 2.300 Patent-Anmeldungen 2015", sagt Prof. Dr. Peter Pleus, Vorstand Automotive Schaeffler AG. Und was gibt es zur Technik sonst noch zu sagen? Im Gegensatz zu hydraulischen Systemen wird bei der elektromechanischen Wankstabilisierung der elektrische Strom nur bedarfsorientiert abgerufen, "Power-on-Demand" heißt das in der Fachsprache.