Digitalisierung

So sicher sind unsere E-Mails

  • Ralf Loweg/cid
  • In TECHNOLOGIE
  • 27. Mai 2019, 14:26 Uhr

Immer wieder werden E-Mails für Datenspionage und Cyber-Angriffe missbraucht. Entsprechend steht das Thema 'E-Mail-Verschlüsselung' weit oben auf der Agenda deutscher IT- und Business-Entscheider.


Immer wieder werden E-Mails für Datenspionage und Cyber-Angriffe missbraucht. Entsprechend steht das Thema "E-Mail-Verschlüsselung" weit oben auf der Agenda deutscher IT- und Business-Entscheider. Doch eine zentrale Komponente für die sichere E-Mail, digitale Zertifikate, werden nur von einer Minderheit eingesetzt. Zertifikate bestätigen die Identität des Zertifikatsinhabers und verhindern, dass Nachrichten unbemerkt geändert oder mitgelesen werden.

29 Prozent der deutschen Unternehmen verwenden bei der E-Mail-Verschlüsselung Organisationszertifikate und nur jeder fünfte der befragten IT- und Business-Entscheider (20 Prozent) setzt auf Personenzertifikate. Und für 40 Prozent der deutschen Unternehmen sind Zertifikate überhaupt kein Thema. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Bundesdruckerei im Rahmen der "Initiative Mittelstand verschlüsselt!".

Organisationszertifikate sind auf juristische Personen, also eine Firma und Behörde ausgestellt. Sie werden in Kombination mit der serverbasierten E-Mail-Verschlüsselung genutzt. Dabei übernehmen sogenannte Secure-Mail Gateways die Verschlüsselung und Entschlüsselung der Mails.

Personenzertifikate sind dagegen immer einer natürlichen Person zugeordnet. Ihr Einsatzgebiet ist eine hochsichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Client-Rechner zu Client-Rechner. "Nach unserer Umfrage plant jedes zweite deutsche Unternehmen, in Lösungen für die E-Mail-Verschlüsselung zu investieren", sagt Dr. Kim Nguyen, Geschäftsführer der Bundesdruckerei-Tochter D-Trust. Doch nur mit geprüften Identitäten sei die E-Mail-Kommunikation wirklich sicher.

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