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Brandkatastrophe in Crans-Montana: Schweiz gewährt Italien Rechtshilfe

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Ort des Gedenkens in Crans-Montana Bild: AFP

Nach der Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana hat die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis Italien Rechtshilfe gewährt. Im Rahmen der Unterstützung werde die Staatsanwaltschaft Rom Zugang zu den bereits erhobenen Beweismitteln erhalten.

Nach der tödlichen Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana hat die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis Italien Rechtshilfe gewährt. Wie das Schweizer Bundesamt für Justiz (OFJ) der Nachrichtenagentur AFP am Freitag mitteilte, entschied die Staatsanwaltschaft, dem Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft Rom stattzugeben. 

Im Rahmen dieser Unterstützung werde die Staatsanwaltschaft Rom Zugang zu den bereits erhobenen Beweismitteln erhalten, erklärte das Bundesamt. Mitte Februar werde ein erstes technisches Treffen zwischen den Strafbehörden beider Länder stattfinden. Ziel des Treffens sei es, "die Details der Zusammenarbeit zu klären und die Verfahren zu koordinieren", hieß es weiter. Italien ist das erste Land, dem die Schweiz in dem Fall Rechtshilfe gewährt.

Unter den 40 teils minderjährigen Todesopfern des Brands in der Bar "Le Constellation" in der Silvesternacht waren auch sechs junge Menschen aus Italien. Zudem stammen mehr als ein Dutzend der 116 Schwerverletzten aus dem Land.

Die italienische Regierung hatte am Montag gemeinsame Ermittlungen mit den Schweizer Behörden gefordert und damit gedroht, dass andernfalls Roms Botschafter nicht in die Schweiz zurückkehren werde. Italien hatte seinen Botschafter Lorenzo Cornado zuvor zurückberufen, um gegen die Freilassung des Barbesitzers aus der Untersuchungshaft zu protestieren.

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