Wegen mutmaßlicher Brandanschläge auf Barbershops in Baden-Württemberg sind drei Tatverdächtige festgenommen worden. Die Ermittlungen laufen wegen versuchten Mordes, wie die Polizei in Reutlingen und die Tübinger Staatsanwaltschaft mitteilten.
Wegen zweier mutmaßlicher Brandanschläge auf Barbershops in Baden-Württemberg sind drei Tatverdächtige festgenommen worden. Gegen den 29-jährigen Hauptverdächtigen und seine mutmaßlichen Komplizen im Alter von 18 und 26 Jahren wird wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung ermittelt, wie die Polizei in Reutlingen und die Tübinger Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten.
Die Männer sollen im März in Eningen unter Achalm und im Mai in Metzingen Feuer in zwei Barbershops gelegt haben, die sich jeweils in Wohn- und Geschäftshäusern befanden. In Eningen wurden zwei Bewohner durch Rauchgase schwer verletzt und kamen in ein Krankenhaus. In Metzingen konnten die Bewohner das Haus rechtzeitig verlassen, sie blieben unverletzt. Insgesamt entstand ein Sachschaden von rund 250.000 Euro.
Den Angaben der Ermittler zufolge ergaben sich Hinweise, dass beide Taten in Zusammenhang stehen. Der Betreiber des geschädigten Barbershops in Eningen war vorübergehend in dem Salon in Metzingen untergekommen, um seine Tätigkeit weiter zu führen. Die Ermittlungen führten schließlich auf die Spur des 29-Jährigen und die mutmaßlichen Komplizen.
Nach Durchsuchungen am 20. Juni nahmen die Ermittler die drei Verdächtigen fest. Zudem wurden Beweise beschlagnahmt. Ein Ermittlungsrichter erließ am folgenden Tag Haftbefehle. Alle drei kamen in Untersuchungshaft.
