Banken

Banken-Tarifrunde: Verdi weist Angebot zurück und kündigt weitere Warnstreiks an

img
Bankentürme in Frankfurt am Main Bild: AFP

In der Tarifrunde der privaten Banken zeichnet sich weiter keine Annäherung ab. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi wies ein Angebot der Arbeitgeberseite als unzureichend zurück und kündigte an, ihre Warnstreiks in den kommenden Wochen auszuweiten.

In der Tarifrunde der privaten Banken zeichnet sich weiter keine Annäherung zwischen Unternehmen und Arbeitnehmervertretern ab. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi wies am Dienstag ein Angebot der Arbeitgeberseite als unzureichend zurück und kündigte an, ihre Warnstreiks in den kommenden Wochen auszuweiten. Die Arbeitgeber wollten "Reallohnverluste" für die Beschäftigten durchsetzen, kritisierte die Gewerkschaft.

Der Arbeitgeberverband der privaten Banken hatte am Montag ein Angebot vorgelegt, wonach die Tarifgehälter ab Mitte 2027 in zwei Stufen um insgesamt 4,2 Prozent steigen sollen, bei einer Laufzeit von 36 Monaten. In "herausfordernden Zeiten" sei dies ein "faires Angebot", erklärte Verhandlungsführer Thomas Lange. Die Institute stünden unter "erheblichem Druck" durch harten Wettbewerb, hohe Investitionen in neue Technologien und enorme geopolitische Risiken. "Jedes Überziehen beim Gehalt hätte deshalb Auswirkungen auf die Beschäftigung in unserer Branche", fügte er hinzu.

Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck kritisierte das Angebot hingegen "angesichts der guten Geschäftsentwicklung bei den Banken" als nicht akzeptabel. Die Beschäftigten könnten sich von ihrem Gehalt immer weniger leisten, erklärte er - "obwohl die Anforderungen an ihre Arbeit und der Leistungsdruck ständig steigen".

Problematisch ist für die Gewerkschaft vor allem die "überlange" Laufzeit des Arbeitgeberangebots. "So sollen die Gehälter erst ab Juli 2027 um 2,2 Prozent und ab Juli 2028 um weitere 2,0 Prozent steigen", monierte Verdi. "Bis zum Ende der Laufzeit im September 2029 ist dann keine Erhöhung mehr vorgesehen."

Die Gewerkschaft fordert stattdessen sechs Prozent mehr Geld für die rund 150.000 Beschäftigten, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern sollen am 23. November in Berlin fortgesetzt werden.

STARTSEITE