Bei einer Durchsuchung gegen mutmaßlich kriminelle Dienstleister in drei Bundesländern haben Ermittler fünf Menschen festgenommen. Zudem wurden Vermögensarreste in Millionenhöhe vollstreckt, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilte.
Bei einer Durchsuchung gegen eine mutmaßlich kriminelle Gruppe in drei Bundesländern unter anderem wegen Geldwäscheverdachts haben Ermittler fünf Verdächtige festgenommen. Zudem wurden Vermögensarreste in Höhe von rund 6,3 Millionen Euro vollstreckt, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Dienstag mitteilte.
Rund tausend Beamte durchsuchten insgesamt 82 Objekte in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Schwerpunkt war demnach das Rhein-Main-Gebiet. Die Ermittler beschlagnahmten unter anderem mehrere scharfe Schussswaffen und hohe Bargeldbeträge.
In dem Verfahren gelten insgesamt 53 Menschen als Beschuldigte. Zehn davon sollen sich zu einer kriminellen Vereinigung zusammengeschlossen haben. Diesen zehn wird vorgeworfen, durch das in Deutschland verbotene Hawala-Banking gegen Provision mehrere hundert Millionen Euro überwiegend nach China überwiesen und so Geld gewaschen zu haben.
Bei dem sogenannten Hawala-Banking können Ein- und Auszahlungen an beliebigen Orten auf der Welt stattfinden. So können Geldflüsse anonymisiert und die Herkunft der Gelder verschleiert werden.
Darüber hinaus sollen die Verdächtigen mit dem Schreiben von Scheinrechnungen im hohen zweistelligen Millionenbereich Beihilfe zur Schwarzarbeit geleistet haben. Über Scheinfirmen sollen sie zudem Autos im Gesamtwert von rund 1,85 Millionen Euro angemietet und unterschlagen haben. Mit der Finanzierung von Logistikdienstleistungen sollen sie Beihilfe zum Drogenhandel geleistet haben.
Den übrigen 43 Beschuldigten werfen die Ermittler vor, sich an den Taten in verschiedenster Weise beteiligt zu haben. Seit mehr als einem Jahr wird gegen die Gruppe ermittelt. Bei den fünf Festgenommenen handelt es sich um die Hauptbeschuldigten.
