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Tausende Studenten protestieren in Dänemark gegen geplante Kürzung von Stipendien

  • AFP
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  • 4. November 2026, 16:09 Uhr
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Studenten protestieren in Kopenhagen Bild: AFP

Nach Jugendprotesten in mehreren europäischen Ländern sind am Mittwoch auch in Dänemark tausende junge Menschen auf die Straße gegangen, um gegen einen Plan der Regierung zur Kürzung der Studienbeihilfen zu protestieren.

Nach Jugendprotesten in mehreren europäischen Ländern sind am Mittwoch auch in Dänemark tausende junge Menschen auf die Straße gegangen, um gegen einen Plan der Regierung zur Kürzung der Studienbeihilfen zu protestieren. Unter dem Motto "Genug ist genug" marschierten die Teilnehmer vom Rathausplatz in Kopenhagen zum Parlament, um gegen die geplanten Kürzungen zu protestieren, welche weitere Verteidigungsausgaben ermöglichen sollen.

Die Teilnehmer warfen der Regierung in Sprechchören vor, Versprechen gebrochen zu haben. Auf Plakaten war zu lesen "Rettet die SU" - SU ist die Abkürzung für das dänische Studentenstipendium - und "Betrügt die Jugend nicht". Zu den Protesten hatten elf Schüler- und Studentenverbände aufgerufen. Nach Angaben der Organisatoren streikten rund 40.000 Menschen an 57 Hochschulen in ganz Dänemark, 12.000 bis 13.000 nahmen demnach an der Demonstration in Kopenhagen teil.

"In Dänemark erhalten wir Geld und wirtschaftliche Unterstützung für unsere Ausbildung, und darauf sind wir sehr stolz", sagte der Vorsitzende des dänischen Schülerverbandes und einer der Organisatoren, Oscar Tonsberg Hoffmann, der Nachrichtenagentur AFP. Er betonte, es sei falsch, "eines der weltweit stärksten Bildungssysteme" abzubauen.

Ein neuer Gesetzentwurf der dänischen Mitte-links-Regierung sieht vor, dass Studenten, die bei ihren Eltern leben und deren Eltern im Jahr mehr als 92.000 Euro verdienen, das Stipendium nicht mehr erhalten sollen. Nach Angaben des Bildungsministeriums würde das 14.000 Studierende betreffen. Bislang wurde die SU an alle Studenten und Schüler über 18 Jahren ausgezahlt. Außerdem soll den neuen Plänen zufolge das Arbeitslosengeld für Hochschulabsolventen nur an diejenigen gezahlt werden, die während 18 der vergangenen 24 Monate ihres Studiums gearbeitet haben.

Die in Frankreich begonnenen Jugendproteste hatten sich in den vergangenen Wochen auf zahlreiche europäische Länder ausgeweitet, darunter Italien, Belgien und Spanien. Teilweise kam es bei den Protesten zu Ausschreitungen.

In Portugal errichteten derweil gegen die Wohnungsnot protestierende Aktivisten neue Protestlager in Lissabon und Porto. Auf dem Rossio Platz in der Hauptstadt wurden am Mittwoch 60 neue Zelte errichtet, wie ein AFP-Reporter beobachtete. In Porto waren es Medienberichten zufolge etwa 30 Zelte. Erst vor wenigen Tagen waren Protestlager in beiden portugiesischen Städte geräumt worden. 

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