Mit Plakaten fahnden die Ermittler nach dem versuchten Drohnenanschlag von Leipzig nach einem bislang nicht identifizierten mutmaßlichen Verdächtigen. Bundeskriminalamt und Bundesanwaltschaft veröffentlichten ein Bild eines Menschen auf einem E-Bike.
Mit Plakaten und Handzetteln fahnden die Ermittler nach dem versuchten Drohnenanschlag von Leipzig nach einem bislang nicht identifizierten mutmaßlichen Verdächtigen. Bundeskriminalamt (BKA) und Bundesanwaltschaft veröffentlichten am Freitag ein KI-generiertes Bild eines Menschen auf einem E-Bike. Er oder sie soll zwischen dem 31. Juli und dem 4. August in der Nähe des Flughafens unterwegs gewesen sein, das BKA bat um Hinweise.
Es führte aus, dass bislang zwei Tatverdächtige identifiziert worden seien. Nähere Angaben dazu wollten die Ermittler in Wiesbaden und Karlsruhe auf Anfrage nicht machen. Den Ermittlungen zufolge könne der oder die unbekannte Dritte "ebenfalls mit dem Drohnenangriff in Verbindung gebracht werden".
Das Bild zeigte einen schlanken Menschen in langärmliger schwarzer Kleidung mit Kapuze, ins Gesicht gezogener Kappe, Jacke, Handschuhen und großem Rucksack auf einem schwarzen E-Bike. Für den Hochsommer sei er oder sie ungewöhnlich warm gekleidet gewesen, erklärten die Ermittler. In der Umgebung des Flughafens wurden Plakate mit dem Bild aufgehängt und Flyer verteilt.
Die Ermittler lokalisierten den Angaben nach einen mutmaßlichen Drohnenstartplatz am Verbindungsweg zwischen den Orten Rabutz und Beuditz. In der Nähe des Industriegebiets zwischen Radefeld und Lützschena seien außerdem "weitere mutmaßliche Tatmittel aufgefunden" worden. Der oder die Unbekannte sei den Ermittlungen zufolge im Umfeld dieser Orte mit seinem Rad unterwegs gewesen.
Die mit Sprengstoff beladene Drohne war am späten Abend des 4. August von einem Flughafenmitarbeiter auf dem Boden in der Nähe von ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden. Der Flughafen ist Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen an die Ukraine.
Die Bundesregierung machte Anfang September Russland für den versuchten Sprengstoffanschlag verantwortlich, Moskau weist die Vorwürfe zurück. Die Bundesanwaltschaft übernahm schon kurz nach dem Vorfall die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung. Wie sie im August mitteilte, besteht der Verdacht des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Über die Öffentlichkeitsfahndung berichtete zuerst der "Spiegel".
