Reisen

Umfrage: Flugtarife angemessener als die bei Fernbus und Bahn

  • Rudolf Huber
  • In REISEN
  • 24. November 2015, 10:01 Uhr

Der Preisdruck in der Luft ist extrem hoch. Billigflieger bringen die angestammten Airlines mächtig unter Druck. Aus gutem Grund: Denn für 91 Prozent der Passagiere ist der Ticketpreis das entscheidende Buchungs-Kriterium, so eine aktuelle Umfrage. Sie ergab auch, dass gut die Hälfte der Deutschen die Preise für angemessen hält.

Der Preisdruck in der Luft ist extrem hoch. Billigflieger bringen die angestammten Airlines mächtig unter Druck. Aus gutem Grund: Denn für 91 Prozent der Passagiere ist der Ticketpreis das entscheidende Buchungs-Kriterium, so eine aktuelle Umfrage. Sie ergab auch, dass 57 Prozent der Deutschen die Preise für angemessen halten. Damit attestieren die Verbraucher dem Fliegen das beste Preisleistungsverhältnis unter den Fernverkehrs-Optionen. Etwas schlechter ist die Einschätzung bei den Fernbussen, dort liegt das Verhältnis etwa bei 50 zu 50. Die Bahn hat eindeutige schlechtere Karten: Ihre Tarife halten nur 31 Prozent für in Ordnung, sechs von zehn Befragten halten sie für zu teuer.

Angesichts dieser Ergebnisse hat sich der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) mit der Frage beschäftigt, ob das Fliegen grundsätzlich zu billig ist. Das Ergebnis: Der durchschnittliche Ticketpreis lag laut Geschäftsberichten der deutschen Fluggesellschaften im Jahr 2014 bei 184 Euro für ein Oneway-Ticket. Der BDL: "Für jeden Passagier mit einem günstigen Aktionsticket sitzt also immer auch jemand an Bord, der weit mehr zahlt." Zu billig sind die Tickets laut der Organisation höchstens im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage der Fluggesellschaften. Denn im Jahr 2014 blieben vom Umsatz eines Flugtickets bei einer deutschen Fluggesellschaft nach Abzug aller Kosten im Schnitt gerade einmal 0,9 Prozent übrig. Bei einem 100 Euro teuren Flugticket würde das einem Gewinn von nur 94 Cent bedeuten.

STARTSEITE