Berlin

Schwarz-rot-goldene Flagge gegen Palästinafahne getauscht - Für Klöckner "unfassbar"

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Bundesflagge vor dem Reichstagsgebäude Bild: AFP

Ein 22-Jähriger hat eine dauerhaft vor dem Bundestagsgebäude in Berlin gehisste schwarz-rot-goldene Fahne vom Mast geholt und zu Boden geworfen. Anstelle der Einheitsflagge an dem Nationaldenkmal hisste er am Sonntag eine Palästinafahne.

Ein 22-Jähriger hat eine vor dem Bundestagsgebäude in Berlin gehisste schwarz-rot-goldene Fahne vom Mast geholt und gegen eine Palästinafahne getauscht. Der Mann habe die Einheitsflagge an dem Nationaldenkmal am Sonntag zu Boden geworfen und stattdessen eine Palästinafahne aufgezogen, erklärte die Polizei in Berlin. Der Verdächtige, der zwei Helfer hatte, kam zunächst in Gewahrsam. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) nannte den Vorfall in der "Bild"-Zeitung "unfassbar". 

Der 22-Jährige blieb, gesichert durch ein Klettergeschirr, für etwa eine Stunde an der Spitze des Mastes hängen, bevor er nach Polizeiangaben selbstständig wieder hinunter kletterte. Die Einsatzkräfte hängten zeitgleich mit Hilfe der Feuerwehr die Palästinafahne ab. Der Mann wurde den Angaben zufolge in Polizeigewahrsam genommen.

Am Fuße des Masts sicherten zwei weitere Männer im Alter von 20 und 32 Jahren die Aktion ab. Ein 20-Jähriger sollte der Polizei zufolge nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung und einem Platzverweis später wieder aus dem Gewahrsam entlassen werden. Ein 32-Jähriger wurde nach Feststellung seiner Identität demnach noch vor Ort entlassen, auch gegen ihn wurde ein Platzverweis verhängt.

Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes führt die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole, des Verdachts der gemeinschädlichen Sachbeschädigung, des Verstoßes gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz Berlin sowie des Verdachts des Hausfriedensbruches.

"Dass Palästina-Chaoten nicht einmal vor der Einheitsflagge - dem Symbol unserer Deutschen Einheit - mit ihren Straftaten haltmachen, ist unfassbar", sagte Klöckner der "Bild". Sie forderte vom Land Berlin einen besseren Schutz für das unmittelbare Umfeld des Reichstagsgebäudes. "Es muss sichergestellt sein, dass unser Parlament nicht zur Kulisse von Aktivismus jeglicher Art verkommt", sagte Klöckner.

Die Flagge der Einheit auf dem Platz der Republik vor dem Reichstagsgebäude ist ein offizielles nationales Denkmal zur Erinnerung an die deutsche Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990. Die 60 Quadratmeter große, schwarz-rot-goldene Flagge weht dauerhaft an einem 28,5 Meter hohen Mast aus feuerverzinktem Schiffsbaustahl und wurde das erste Mal in der Nacht der Wiedervereinigung gehisst.

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